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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Er hat Tickets für die Reise zu den Ahnen

24.01.2020

Wildeshausen Gibt es vielleicht doch einen reichen Onkel in Amerika? Waren die Vorfahren von Opa und Oma etwa adelig? Fragen wie diese werden in vielen Familien diskutiert. Manche Antworten bleiben allerdings aus, weil Kontakte längst gekappt wurden oder Dokumente fehlen. Doch das Ticket für die Reise zu den Vorfahren ist recht einfach zu lösen, wie Familienforscher Timo Kracke meint.

Unter dem Titel „Kennen Sie alle Familiengeheimnisse?“ organisiert der 43-jährige Ganderkeseer federführend für die Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde (OGF) und den Bürger- und Geschichtsverein am Samstag, 21. März, im historischen Rathaus eine große Börse für Genealogie (Ahnenforschung). Die erste Börse dieser Art im Landkreis Oldenburg passe wunderbar in die Reihe der Verstaltungen zum Jubiläum „750 Jahre Stadtrechte“, sagt Wolfgang Martens (Kirchhatten), Vorsitzender der Gesellschaft für Familienkunde. Er rechnet mit gut 700 Interessierten. Zwischen 10 und 16 Uhr kann am 21. März recherchiert werden.

„Die Suche nach den eigenen Wurzeln fasziniert“, weiß Kracke, der vor 22 Jahren zu seinem Hobby fand. Damals hatte er sich eine Internet-Domain mit seinem Namen gesichert. Doch es fehlte ein Thema, so Kracke, der hauptberuflich im Vertrieb eines Wildeshauser Automobilzulieferers arbeitet. Ein Freund brachte ihn auf die Idee, Forschungen über den Familiennamen zu veröffentlichen. Heute liefert er Datenbanken zu, pflegt einen Blog und ein Podcast-Angebot. Im vergangenen Jahr wurde Kracke vom DAGV, dem Dachverband der genealogischen und heraldischen Vereinigungen in Deutschland, als „verdienter Genealoger“ ausgezeichnet.

Die Börse für Familienforschung in Wildeshausen sei sowohl für Einsteiger wie für Fortgeschrittene geeignet. Vereine für Ahnenforschung aus dem Norden, lokale Archive und sogar Software-Anbieter werden sich präsentieren. Sie wollen den Interessierten die Suche nach den Vorfahren so einfach wie möglich machen. Auch die OGF gibt Tipps, wo Interessierte recht einfach suchen können, erklärt Kracke, und wie die Recherche im Internet funktioniert. Die OGF verfügt selbst über umfangreiches Datenmaterial, weil unter anderem viele Ortsfamilienbücher oder Verzeichnisse aus den alten Kirchspielen ausgewertet wurden. Sogar die Gerichtsprotokolle des alten Amts Wildeshausen aus den Jahren 1716 bis 1729 haben Fachleute abgeschrieben und damit nutzbar gemacht.

Und was sollten Bürger, die nach ihren Vorfahren suchen, zur Börse am 21. März mitbringen? „Am besten alles, was vorliegt: vom Familien-Stammbuch bis zu den Geburtstagen der Vorfahren“, erklärt Kracke. „Leider kann man nicht mit drei Daten einen Stammbaum fertigen.“ Im alten Rathaus sei auch die Firma „Ancestry“, die mit Hilfe eines DNA-Tests Hinweise zu den Wanderungsbewegungen erstellen kann.

Für Kracke selbst gleicht die Ahnenforschung einer unendlichen Schatzsuche. Er hat im Zuge seiner Recherchen einen Familienstammbaum erstellt, der bis ins 16. Jahrhundert reicht.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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