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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Gästeführung der anderen Art

17.10.2018

Wildeshausen Friedhöfe sind auch, oder gerade, Orte für die Lebenden – Erinnerungsstätten für Hinterbliebene und damit Trauerorte im Gedenken an die verstorbenen Angehörigen. Damit sind Friedhöfe auch Treffpunkte von Menschen, die Gräber pflegen. Doch oft sind Friedhöfe noch heute ein Tabuthema – obwohl mit der Geburt auch der Tod sicher ist. Deshalb hatte der Verkehrsverein Wildeshausen jetzt unter der Leitung von Gästeführerin Karola Müller zur etwas anderen Führung eingeladen.

Moderner ausgestattet

Auf dem Wildeshauser Friedhof haben sich zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Gästeführung „Unterwegs zur letzten Ruhe“ getroffen. Heiko Wittrock, Leiter des städtischen Friedhofes, begrüßte die Gäste und übernahm die Führung. In anderthalb Stunden erfuhren die Besucher Wissenswertes zur Organisation und Struktur, über den Unterschied zu einem kirchlich geführten Friedhof sowie über die Anlage und Geschichte. Zur Sprache kamen auch die unterschiedlichen Bestattungsformen, wie Urnengräber.

Wittrock betonte, dass ein städtischer Friedhof – weil er größer ist – in der Regel moderner ausgestattet sei. Zu der Ausstattung gehören Bagger für den Grabaushub, aber auch Schlepper und anderes technisches Gerät. Denn auch die Überbleibsel aus verrottetem Pflanzgut und der Grabpflege müsse nach Mülltrennungsgesichtspunkten gewährleistet sein. Dabei räumte Wittrock auch mit einigen Vorurteilen auf. So zum Beispiel mit der Urnenbestattung, die angeblich sehr teuer sei. „Wir haben eine klare Gebührenordnung, in der alles geregelt ist und nachgelesen werden kann.“ „Horrorberichte“ aus dem Fernsehen auf teure Urnenbestattungen ließen sich nicht auf den Wildeshauser Friedhof übertragen. Beim Gang über die weitläufige Friedhofsanlage schilderte Wittrock auch die Bemühungen, Wege für Rollstuhlfahrer und Rollatorbenutzer zu befestigen, aber auch Bäume zu erhalten. Nicht nur wegen der optischen Auflockerung, sondern auch als Beitrag für die heimische Vogelwelt. Erklärt wurde auch das Anlegen einer Grabstätte für totgeborene Kinder. „Eltern können sie hier bestatten.Das ist ein Angebot, für das keine Gebühr erhoben wird.“ Vorbei ging es weiter an den Grabplatten und Kreuzen verstorbener katholischer Priester und Grabstätten bekannter Wildeshauser – zu fast allem hatte Wittrock eine Geschichte auf Lager.

Fragen am Ende möglich

Nach der Führung konnten die Teilnehmer noch Fragen zu Grabstätten und Kosten stellen – und ihnen wurde klar, dass ein Friedhof weitaus mehr als nur letzter Ruheort sein kann.

Trauerfälle aus der Region sowie Ratgeberartikel zum Thema Trauer.

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