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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Einblicke in Wildeshauser Vergangenheit

12.09.2019

Wildeshausen „Oh wie schön“, entfuhr es Anneliese Tepe aus den voll besetzten Stuhlreihen, als Alfred Panschar gerade wieder ein neues Bild per Beamer auf die Leinwand warf. Auf Einladung des Bürger- und Geschichtsvereins Wildeshausen hielt der Heimatforscher am Dienstagabend im historischen Rathaus den Vortrag „Zwischen Schulklassen, Stadtratsmitgliedern und Schützengilde – Wildeshauser Köpfe seit der Nachkriegszeit“. Damit versuchte Panschar, mehr Personen auf den Fotos seines umfangreichen Bilderfundus zu identifizieren.

„Ich bin auf Eure Mithilfe angewiesen. Zu den Bildern aus der jüngeren Vergangenheit kann sicherlich jeder etwas beitragen. Vielleicht auch den einen oder anderen Namen, den ich noch nicht kenne“, betonte Panschar. Damit war klar, dass dies ein Abend mit einer Portion Humor werden würde. Die Zuschauer machten reichlich Gebrauch von der ausdrücklichen Bitte, sich mit Wortmeldungen zu den gezeigten Personen und Ereignissen zu beteiligen – unter ihnen viele Alt-Wildeshauser und Vertreter der Schützengilde.

Stoff dafür bot Panschar reichlich. Ob in der Schule, im Stadtrat oder im Handwerksbetrieb, beim Gildefest oder im Gesangsverein – das Fotografieren von Gruppen und Ereignissen nahm seit den 1950er-Jahren stetig zu. Arbeit und Fest, Alltag und Freizeit wurden aufgenommen. Panschar präsentierte Bilder von Menschen aus allen Lebensbereichen in Wildeshausen – sowohl Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als auch Schulkinder und Vereine.

Die beste Einstimmung gab Panschar selbst. „2005 hatte ich eine dreiseitige Liste mit Spitznamen von Wildeshausern zusammengefasst und sie bei Friseur Walter Dellwisch ausgelegt.“ Zweimal sei die Liste, auf der jeder seine Kenntnisse über die Personen eintragen sollte, verschwunden. „Heute umfasst diese Liste 24 Seiten und ist längst nicht vollständig.“

Eine Aufnahme im Hotel Stegemann mit Karl „Tüt“ Stegemann und anderen. Oder auch Edo Segelken zusammen mit Alfred Panschar 1949 als Bengels von nebenan oder die Drogerie Max Löffler an der Huntestraße auf anderen Fotodokumenten. Der „alte Wichmann“ mit dem Ochsengespann „Am kleinen Esch“ und Jan Küdel mit der Weinbrandflasche am Fahrradrahmen, bis zum „scharfen Hund“, dem Polizisten Kühn in Reckum, wo Alfred Panschar nach dem Passieren mit seinem Vater am Steuer des Autos die Sitze tauschte und Fahrlehrer Fritz Ziemer mit seiner Fahrkunst überraschte. „Zur Fahrstunde bin ich immer mit dem Wagen gefahren, auch zur Prüfung.“

Geschichten, Bilder und Menschen aus dem Wildeshausen nach dem Krieg machten die Runde. Doch Panschar hatte sich etwas mehr Namen von abgebildeten Personen erhofft. Er hat sich um die Sammlung und Dokumentation der Wildeshauser Geschichte verdient gemacht. Zahlreiche Zeitungsberichte, Kalender und Bücher sind das Ergebnis seiner unermüdlichen Tätigkeit. Seine große Bilder- und Materialiensammlung befindet sich im Archiv des Bürger- und Geschichtsvereins.

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