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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Wenn ein optischer Orkan über die Burgwiese fegt

22.05.2018

Wildeshausen Fantastisch, super, phänomenal – das Urteil in den sozialen Medien und am Ort des Geschehens selbst fiel einmütig aus: Das Feuerwerk zum Auftakt des 615. Gildefestes in Wildeshausen war erneut eine Klasse für sich. Pyrotechniker Ralf Fremy (43) zauberte leuchtende Chrysanthemen, Wasserfallbomben oder Goldbrokat-Effekte an den Himmel. Insgesamt mehr als 500 Zündungen. Dazu präsentierte Techniker Hartmut Berends (47) einen musikalischen Mix, der von Cohens „Hallelujah“ über „Stop the Rock“ von Apollo 440 bis hin zu „Zu schnell vorbei“ von Clueso reichte.

Die Burgwiese wurde am Sonntagabend wieder zur Konzertwiese. Die Beat- und Brassband spielte unter der Leitung von Kevin Klauke Stücke wie „Africa“ von Toto oder „Hey Baby“ von DJ Ötzi. Als Solistin überzeugte Danay Jüchter. Ein Genuss für Ohren und Augen war auch die Choreographie des Drum-Korps „Blue Lions“ aus Rastede, geleitet von Mark Zahlmann. Da wagten die Jüngsten Bocksprünge, es gab einen kleinen Volkstanz und Musik à la „Fluch der Karibik“. Martin Siemer moderierte.

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Mit dem Einmarsch von Tambourkorps, Spielmannszug, Musikkorps Wittekind, der Wachkompanie und den Fahnenabordnungen der Kompanien entwickelte sich schnell wieder das typische Gilde-Gefühl auf dem rappelvollen Burgberg. Für die Ehrengäste gab es erstmals Sitzpolster für die aufgestellten Gartenstühle. Konzentriert schritt Oberst Willi Meyer gemeinsam mit General Jens Kuraschinski, König Andreas Tonn, Schaffer Andreas Müller und Begleitoffizieren die Front ab.

In seiner Ansprache ging der General auf die Tradition der Gilde ein, deren Ursprünge vermutlich bis ins Jahr 1270, dem Jahr der Verleihung der Stadtrechte, zurückreichen. Die Gilde sei bis heute „einer der wichtigsten Kulturträger der Stadt“ und habe unendlich viele Anhänger. Laut General genießen die Gildeclubs einen hohen Stellenwert. Zur Serenade spielten Musikkorps und Spielmannszug den Marsch „Gallant Marines“ und den „Fehrbelliner Reitermarsch“.

Das Höhenfeuerwerk begann diesmal mit einem Gruß von Pyrotechniker Fremy. Gefühlte zwei Minuten blieb es am Himmel zunächst dunkel. Doch dann fegte ein optischer Orkan über der Burgwiese. Als Feuerwerker Fremy am Ende per Lautsprecher fragte: „Wart Ihr begeistert? Sollen wir wiederkommen?“ war das wohl eher rhetorisch. „Ja“ jubelte die Menge unüberhörbar. Die fünfte Jahreszeit in Wildeshausen kann beginnen.


Mehr Fotos unter   www.nwzonline.de/fotos-landkreis 
Video vom Feuerwerk unter   www.nwzonline.de/videos 
Video

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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