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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Glauben: Gottesdienste nur noch virtuell?

18.03.2020

Wildeshausen In 25 Tagen feiert die Christenheit ihr höchstes Fest – aber die Kirchen bleiben diesmal über Ostern leer. „Mir blutet das Herz, wenn ich daran denke, dass wir keine öffentlichen Gottesdienste zu Karfreitag und an den Ostertagen machen dürfen“, sagt Lars Löwensen, geschäftsführender Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wildeshausen, mit Blick auf die Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus.

Kreative Lösungen

Unter Hochtouren arbeite die Gemeinde daher an „kreativen Lösungen“ wie die Übertragung von Gottesdiensten per Internet-Livestream oder via Youtube. Mediale Erfahrung haben die Akteure unter anderem bei Fernseh-Gottesdienst im Sommer 2018 gesammelt.

Auch die katholische Kirchengemeinde St. Peter sagte alle Messen ab. Pfarrer Ludger Brock weist darauf hin, dass über die Internet-Seite des Bistums Münster täglich um 8 Uhr aus dem münsterschen St.-Paulus-Dom sowie um 18 Uhr aus der Lambertikirche Gottesdienste zu sehen seien. Auch der christliche Sender EWTN überträgt.

Löwensen wie Brock bedauern, dass die seelsorgerischen Tätigkeiten „auf nahezu Null“ heruntergefahren werden. Sie finde nur noch übers Telefon oder per E-Mail statt. Mehrere Paare hätten bereits Trauungen abgesagt. „Neue Termine geben wir vorerst nicht raus“, sagt Löwensen. Auch Taufen würden verschoben.

Ähnlich sieht die Situation im Standesamt der Stadt aus. „Die Bürger stellen sich zunehmend auf die neue Situation ein“, erklärt Stadtsprecher Hans Ufferfilge. Über die Trauung – grundsätzlich nur im kleinen Kreis – werde im Einzelfall entschieden.

Keine Konfirmationen

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde sagte am Dienstag die für 2020 geplanten Konfirmationen ab. „In der derzeitigen Situation können wir auch noch keine Ersatztermine nennen“, heißt es in dem Schreiben an die Jugendlichen und deren Eltern.

Das Büro der Kirchengemeinde wird nach Angaben von Löwensen ab Donnerstag für Besucherinnen und Besucher schließen und auf Rufbereitschaft umstellen.

Auf drastische Umstellungen müssen sich die Bürger bei Beerdigungen einstellen. „Sie dürfen ab sofort nur noch unter freiem Himmel stattfinden“, sagt Löwensen. Dabei sei die Zahl der teilnehmenden Personen stark eingeschränkt. Die Rede ist von maximal 15. Pfarrer Brock, der bereits wieder am Freitag eine Beerdigung hat, schloss nicht aus, dass dazu auch die Nachbarn des Verstorbenen erscheinen. „Ich muss sie dann bitten, ausreichend Abstand zu halten.“ Die Friedhofskapelle stünde für Trauerfeiern derzeit nicht zur Verfügung. Fabian Reinke vom gleichnamigen Wildeshauser Bestattungsunternehmen kündigte gemeinsame Handlungsempfehlungen von Bestattern und des Gesundheitsamtes an.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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