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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Jetzt geht es Kürbissen an den Kragen

28.10.2017

Wildeshausen Kürbisse, Hexen und schaurige Geister begrüßten noch am 31. Oktober 2015 die Wildeshauser Bürger an Halloween in der Innenstadt. Die Gruselnacht gibt es nicht mehr – wie wird Halloween in Wildeshausen jetzt gefeiert? Und wie beeinflusst der 500. Jahrestag der Reformation das Geschehen?

Am Dienstag, 31. Oktober, ist es wieder so weit: Halloween steht vor der Tür. Aber wer durch die Straßen läuft, sieht noch nicht viele Hinweise auf das anstehende Fest – hin und wieder schaut höchstens ein Kürbis aus dem Fenster. Alea Bahrs von der Buchhandlung Bökers am Markt bestätigt den Eindruck: „Vor zwei Jahren haben wir hier die Fenster gruselig geschmückt, aber das steht dieses Jahr nicht auf dem Plan.“

Nachfrage geht zurück

Beim Kaufhaus Schnittker am Markt sieht es etwas anders aus. Zwar ist ebenfalls noch nicht geschmückt, aber es findet sich ein kleines Sortiment an Gruselutensilien in der Spielwarenabteilung. „Der Halloweentrend ist auf jeden Fall zurückgegangen und die Nachfrage ist dieses Jahr nicht besonders groß. Trotzdem haben wir schon einiges verkauft“, erzählt Johannes Lenzschau, Inhaber des Kaufhauses. Am beliebtesten seien Perücken, Spinnenweben, Blutkapseln und Schminke.

Faktoren, die zu dem Rückgang der Nachfrage nach Halloweenartikeln führen, sind für Lenzschau, dass es die Gruselnacht nicht mehr gibt und der zeitgleich stattfindende 500. Reformationstag. „Wir können nicht gleichzeitig klassische Konzerte spielen und auf dem Besen durch die Straßen reiten“, sagt er. Trotzdem hoffe er, dass Halloween Wildeshausen nicht ganz verlässt: „Eine große Veranstaltung, bei der wieder die ganze Stadt mitmacht, wäre toll.“

Stefan Thuns, Inhaber der Brasserie und damals Mitausrichter der Gruselnacht, sieht das auch so. „Wir hoffen, die Gruselnacht nächstes Jahr wieder organisieren zu können. Ich erhalte oft Anfragen, ob das möglich wäre. Gerade für Kinder ist die Veranstaltung interessant“, sagt er. Auch Thuns ist der Meinung, dass in diesem Jahr der 500. Jahrestag der Reformation wichtiger ist, als das in den USA weit verbreitete Fest. „Unsere Kultur steht über Halloween. Im Moment haben die Gastwirte viel damit zu tun, Frühstücke und Zusammenkünfte für den Feiertag zu planen, da bleibt keine Zeit, sich um Halloween zu kümmern“, so Thuns.

Geteilte Meinungen

Eine Umfrage der NWZ in der Stadt zeigt, dass die Meinungen auseinander gehen: Mailin (13) und Darja (15) aus Neerstedt finden, dass sich die Kinder früher mehr verkleidet haben. Trotzdem feiern sie den Tag zusammen und kommen nach Wildeshausen, um Eis essen zu gehen. „Schminken werden wir uns auch. Ich werde mir einen Totenkopf aufmalen“, erzählt Darja. Karin Logemann (53) aus Wildeshausen sagt, dass das Fest für sie zu neumodisch sei und sie da nicht mitmache. Auch Günther M. (66) aus Wildeshausen ist für das Fest nicht zu haben: „Das ist doch Quatsch, sich zu verkleiden, durch die Straßen zu laufen und Leute zu erschrecken. Das unterstütze ich nicht.“

Eine Person, die hingegen auf jeden Fall Zeit für das schaurige Fest findet, ist Manuela Grube, Inhaberin des Café Schräubchen in Wildeshausen. „Ich habe ein Jahr in Amerika gelebt und da kommt man um Halloween einfach nicht herum“, sagte sie. Grube organisiert dieses Jahr wieder die Halloween-Kürbis-Challenge im Wildeshauser Hof (siehe Infobox). Sie ist der Meinung, dass der Halloweentrend nicht weniger werde. Im Gegenteil: Sie beobachte, dass immer mehr Werbung dafür gemacht werde und Veranstaltungen stattfinden würden. Außerdem meint sie: „Wenn sich eine Gelegenheit bietet, etwas zu feiern, sollte man das ausnutzen.“

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