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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Bahnbrechendes und Revolutionäres

12.12.2019

Wildeshausen Wildeshausen diskutiert über seine Zukunft. Doch die Geschichte der Wittekindstadt ist reich an bahnbrechenden Ereignissen. Das belegt der neue Band der „Wildeshauser Schriften für Heimat, Geschichte und Kultur“, den der Bürger- und Geschichtsverein am Mittwoch offiziell vorstellte. Die Themenfülle reicht vom Bau eines Luftschiffhafens in Wildeshausen über die Revolution 1918/1919 bis hin zum Kampf um den Erhalt der Wildeshauser Bahnlinie Ende der 1980er-Jahre.

Vereinsvorsitzender Karl-August Kolhoff dankte den Autoren, die ihre Beiträge bereits in der Reihe „Geschichte im Rathaus“ vor großem Publikum vorgestellt hatten. Auch ohne die Mithilfe von Eva-Maria Ameskamp und Cornelia Harms sei die Erstellung des reich illustrierten Magazins kaum möglich gewesen.

Wohl kaum ein Ereignis habe sich so tiefgreifend in die Stadtgeschichte eingegraben wie die siebenjährige Episode eines Luftschiffhafens in Wildeshausen (1915-1922). „Wildeshausen wurde zum ersten Mal Garnisonsstadt“, so Peter Hahn, der den Beitrag „Wildeshausen! Luftschiffhafen – Ei, wer hätte das gedacht!“ verfasst hat. Das Ende des Ersten Weltkriegs bedeutete das Aus für die hochfliegenden Luftfahrtträume. Heute erinnern, so Hahn, lediglich zwei Gebäude in der Marinestraße sowie maritim klingende Straßennamen an die historische Episode.

Mit der Revolution von 18/19, die längst nicht so radikal ausfiel wie in Wilhelmshaven, sowie mit der Polizei in der Zeit des NS-Regimes befasst sich Ex-Lehrer Peter Heinken. Aufwendig recherchiert erklärt er, wie Ordnungspolizei, Geheime Staatspolizei (Gestapo) und Kriminalpolizei halfen, den NS-Herrschaftsanspruch durchzusetzen. Die Frage von Verantwortung und Mitschuld greift Heinken mit Kurzbiografien der Polizisten Heinrich Lankenau und Bruno Müller auf.

Bahnbrechend war sicherlich der erfolgreiche Kampf der Initiative „Pro Bahn“ für den Erhalt der Bahnstrecke Delmenhorst-Wildeshausen-Hesepe. Er sei „erschrocken“, wie hochaktuell des Thema ist, sagte Autor Werner Stommel. Obwohl seit den 1990er-Jahren über eine Reduzierung des Treibhausgases CO2 gesprochen werde, habe sich im Verkehrssektor wenig geändert. Nach wie vor werde mehr ins Straßen- als ins Schienennetz investiert. Um mehr Kunden zum Umsteigen zu bewegen, müsste die Nordwestbahn auf der Strecke im Halbstunden-Takt fahren. Dazu bedürfe es großer technischer Investitionen ins Netz. „Es gibt noch viel zu tun“, schreibt Stommel.
 Der Band 17 der „Wildeshauser Schriften“ ist zum Preis von 10 Euro in den Wildeshauser Buchläden sowie in der Tourist-Info und im Büro des Bürger- und Geschichtsvereins im historischen Rathaus erhältlich.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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