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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Wildeshausen hilft Flüchtlingen

19.10.2015

Wildeshausen „Damit haben wir nicht gerechnet“, sagte Thomas Siemer. Der Stadtbeauftragte der Malteser in Wildeshausen ist genauso überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Bürger wie seine Kollegen. „Großartig“, meinte Anne Thale (Malteser), die am Wochenende auf dem Gelände der Hilfsorganisation an der Deekenstraße die Spendenaktion koordinierte. Koffer, Kisten, Kartons, Säcke und Körbe voll mit Kleidung, Bettwäsche, Oberbetten, Handtüchern, Schuhen und Spielzeug stehen überall herum. Auch Matratzen und Kinderwagen wurden gebracht.

„Es ist Wahnsinn, diese Hilfsbereitschaft“, staunte Olaf Schmidt. Der 44-jährige Wildeshauser hatte sich am Sonnabend zunächst bei den Malteser erkundigt, was benötigt wird. „Dann habe ich in meiner Familie gesammelt.“ Als er am Sonntag die Spenden abgab und die vielen Dinge sah, entschloss er sich spontan, ein paar Stunden bei den Maltesern zu bleiben. So wie Schmidt packten mehrere Frauen, Männer und Jugendliche mit an. Sie sortierten die Spenden und verpackten sie.

Die Freiwillige Feuerwehr half den Maltesern, ein Teil der Spenden zur Sporthalle des Gymnasiums und zur Widukindhalle zu bringen. Letztere ist inzwischen, auch mit Hilfe von Feuerwehrleuten, als Notquartier hergerichtet worden. Dort werden an diesem Montag 100 Flüchtlinge erwartet.

„In der Sporthalle des Gymnasiums haben wir eine Kinderspielecke eingerichtet“, berichtete Kristiane Helter von der Initiative „Willkommen in Wildeshausen“. Unter den 87 Flüchtlingen dort sind 35 Kinder. Außerdem sei mit den Flüchtlingen eine Liste erstellt worden, was dringend benötigt wurde. „Diese Dinge haben wir zusammengestellt und in die Halle gebracht“, so Helter. So wurden auch aus der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes kurzerhand Kinderjacken, Socken und Unterwäsche gebracht. Helter lobte die „schöne Stimmung“ dieser Spendenaktion. „Auch das gehört zur Willkommenskultur in Wildeshausen.“

Bis Donnerstag müssen im Landkreis Oldenburg insgesamt 300 Flüchtlinge aufgenommen werden. Ob sie alle in den beiden Sporthallen untergebracht werden, steht noch nicht fest.

Bislang sind vor allem Menschen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan registriert worden, darunter zahlreiche Familien. „Der Betrieb am Gymnasiums läuft. Es ist erst einmal Ruhe eingekehrt“, erklärte der Einsatzleiter der Malteser, Roman Kaminski.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-land 
Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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