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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Resoluterer Einsatz für Lohgerberei

26.10.2018

Wildeshausen Klaus Schultze ist neuer Beisitzer im Bürger- und Geschichtsverein (BGV) Wildeshausen. Am Donnerstagabend erhielt er während der Jahreshauptversammlung im Alten Amtshaus einstimmig das Vertrauen der stimmberechtigten Mitglieder. Schultze kommt für Heinz-Joachim Kunz in den Vorstand. Letzterer hat sich aus Altersgründen aus der Vorstandsarbeit zurückgezogen.

Die beiden Vorsitzenden Karl-August Kolhoff und Bernd Oeljeschläger bedauerten diesen Schritt, zeigten aber auch Verständnis. „Heinz Joachim Kunz war der Mann der ersten Stunde, als 2001 der Verein gegründet wurde“, hob Kolhoff hervor.

In diese Fußstapfen tritt nun Klaus Schultze. Der Geschichtswissenschaftler arbeitet beruflich zwei bis drei Tage in Münster. Er will mit wissenschaftlicher Unterstützung helfen und auch das politische Standing verbessern. Schultze ist Grünen-Ratsherr.

Der zweite offene Beiratssitz, der sich durch das Ausscheiden von Ulrike Berg ergab, bleibt zunächst unbesetzt. Christina Poppe zeigte auf Nachfrage Interesse, wünschte sich aber mehr Information.

Zuvor erinnerte Bernd Oeljeschläger in seinem Jahresbericht an 2017. Zwölf neue Mitglieder konnte der Verein vorwiegend durch die Teilnahme an „Genuss am Fluss“ gewinnen. 208 Mitglieder gehörten dem BGV Ende 2017 an. Sechs Vortragsveranstaltungen mit im Schnitt 30 bis 50 Teilnehmern fanden statt.

Weiter dokumentiert werden die Bestände Aufderheide, Panschar, Liedertafel, eine Nachlieferung zum Bestand Bahrenburg, Tierschauverein, Franke sowie private Objekte, Bücher und Dokumentationen. Gleichbleibend hoch sind laut Oeljeschläger die familienkundlichen und regionalgeschichtlichen Anfragen. Die seit 2015 zusätzlich übernommenen Archivräume im Haus Burgberg hätten sich bewährt. Verstärkt will sich der BGV künftig um die Erfassung verschiedener Biografien von Wildeshausern kümmern (Zeitzeugengespräche).

Mit der Stadt sollen Gespräche für eine Erhöhung des Zuschusses von zurzeit jährlich 15 000 Euro geführt werden angesichts hoher Personalkosten.

Verstärkt werden soll auch die Öffentlichkeitsarbeit. Zwar habe es 77 Pressemeldungen gegeben, aber zu verschiedenen Aktivitäten wie insbesondere dem drohenden Abriss der Lohgerberei sei von vielen Mitgliedern eine resolutere Vorgehensweise zum Erhalt angestrebt worden.

Diesbezüglich wiesen Kolhoff und Oeljeschläger auf den Balanceakt mit dem Erben und Investor hin. Man habe viele Gespräche hinter den Kulissen geführt, aber leider ohne Erfolg. Immerhin konnten Gegenstände und Dokumente aus der Lohgerberei gesichert werden.

UWG-Ratsherr Rainer Kolloge und auch Klaus Schultze zeigten auf, das in der Sache Lohgerberei noch nicht das letzte Wort gesprochen sei. Das Ensemble mit den drei baufälligen Häusern stehe zum Verkauf. Die Stadt habe ein Vorkaufsrecht. Hier müsse man am Ball bleiben und sich mehr Gehör verschaffen. Marianne Steinkamp verwies ergänzend dazu auf 491 Unterzeichner einer Unterschriftenliste, die sich für den Erhalt der historischen Bausubstanz in der Stadt aussprechen würden.

Zur Sprache kamen ferner die zum Teil denkmalgeschützten Bauwerke im Landesbesitz, die von der Polizei auf der Herrlichkeit noch genutzt werden. „Im Kopf haben wir das schon“, so Kolhoff, der zudem auf die Knaggerei und das alte Feuerwehrhaus verwies. Auch hier sei eine Positionierung des Vereins wichtig, hieß es abschließend.

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