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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Wie lebt es sich ohne Arme?“

05.06.2018

Wildeshausen „Wie lebt es sich ohne Arme?“, fragte eine Schülerin aus dem Publikum. „Wie ist es denn mit Armen? Ich kenne es nicht anders und möchte gar keine Arme haben“, entgegnete Frank Grabski. Er wurde ohne Arme geboren.

Grabski ist Schauspieler und Protagonist im Film „All Inclusive“, der am Montagvormittag im Lili-Servicekino in Wildeshausen gezeigt wurde. Darin geht es um das Hotel Weserlust in Bremen, das seit Jahrzehnten von Rosa geführt worden ist. Als sie verstirbt, muss ihr behinderter Sohn Ricky den Hotelbetrieb übernehmen. Hilfe bekommt er dabei von einem Team, bestehend aus Menschen mit und ohne Einschränkungen.

Über „All Inclusive“

Der Film ist eine Produktion des Vereins Blaue Karawane und der Pinguin Studios Eike Besuden Filmproduktion GmbH.

Regisseur Eike Besuden wurde 1948 in Wildeshausen geboren. Er arbeitete unter anderem fürs Radio, als Fernsehmoderator, Drehbuchautor und Produzent.

Mehr Informationen unter

    www.allinclusive-der-film.de

Zuschauer waren rund 50 Viertklässler der Schule Gut Spasche sowie Bewohnervertretungen aus Einrichtungen der Behindertenhilfe. Auch Bürgermeister Jens Kuraschinski ließ sich die Vorstellung nicht entgehen. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Schülerinnen und Schülern der Fachschule Heilerziehungspflege Wildeshausen, vom Rotary Club sowie dem Landkreis Oldenburg. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, mit den Schauspielern Frank Grabski, Kevin Alamsyah und Hannelore Sporleder sowie Regisseur Eike Besuden – der gebürtiger Wildeshauser ist – ins Gespräch zu kommen. Moderiert wurde die Diskussion von Katharina Seelhoff und Helge Lüers, Schüler der Fachschule

Heilerziehungspflege.

„Wir wollen so vielen Menschen wie möglich das Thema Inklusion näherbringen. Wir wollten es lustig und charmant statt problematisch darstellen“, sagte Besuden. Anhand der Publikumsreaktionen und vielen Fragen der Grundschüler könnte man behaupten, dass das geklappt hat. „Wie war es für euch einen Film zu drehen?“, fragte ein Schüler. „Das war toll. Wir haben Sprachübungen gemacht und viel geprobt“, erklärte Grabski. Dreieinhalb Wochen habe das Drehen gedauert. Schon zwei Jahre vorher machte Regisseur Besuden sich auf die Suche nach Sponsoren. Finanziert wurde der 50-minütige Film größtenteils von der Organisation Aktion Mensch sowie einigen Stiftungen und Firmen. Angedacht war die Produktion aus Bremen als Filmreihe im Fernsehen. „Uns wollte aber kein Sender haben“, sagte Besuden. „Das sind Angsthasen, die sich um ihre Quote Sorgen machen“, ergänzte Grabski. Er ist sich sicher: „Menschen mit Behinderung können ganz schön viel und das zeigen wir mit unserem Film.“

Im nächsten Jahr sollen zwei weitere Teile entstehen. Im September dieses Jahres erscheint die Dokumentation „Weserlust Hotel“. Darin zu sehen ist die Geschichte hinter den Kulissen des Films. Gerne wollen Schauspieler und Regisseur dann wieder nach Wildeshausen kommen und mit einem großen Publikum ins Gespräch kommen.

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