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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kirchturmdenken liegt ihr fern

07.02.2020

Wildeshausen Zum zweiten Mal wurde die Wildeshauser Pfarrerin Beatrix Konukiewitz (62) für eine sechsjährige Wahlperiode in die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg gewählt. Die Theologin erklärt, wie Synode funktioniert und warum davon auch ihre Arbeit in der örtlichen Kirchengemeinde profitiert.

Was macht die Synode?

Die Synode ist das oberste Organ der Kirche. Sie nimmt stellvertretend für die Gemeinden die geistliche und rechtliche Verantwortung für das Leben der Kirche wahr. Ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre. Die Synode ist beauftragt, auf allen Gebieten des kirchlichen Lebens Entscheidungen zu fällen. Die Synode hat 54 Mitglieder; ein Drittel davon sind Pastorinnen und Pastoren. Weitere sechs Synodale werden vom Oberkirchenrat berufen.

Wie funktioniert die
Arbeit in der Synode
?

Die wesentliche Arbeit der Synodalen geschieht in den Ausschüssen, wo die Vorschläge fürs Plenum erarbeitet werden. Konukiewitz arbeitet im Ausschuss für theologische und liturgische Fragen, Schöpfungsverantwortung, Mission und Ökumene mit. Es sei nicht ihre Aufgabe, „Wildeshauser Interessen“ zu vertreten, erklärt sie. „Mir macht es besondere Freude, über den Tellerrand zu gucken und mich mit den Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.“

Welche Anstöße gibt es für die Gemeindearbeit?

Es geht um alle Fragen des kirchlichen Alltags. So wurden im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017 die sogenannten „Nikodemus-Gespräche“ über den Glauben initiiert. Konukiewitz verweist darauf, dass die theologische Arbeit nicht zu trennen ist von persönlichen Begegnungen. „Die entscheidenden Dinge passieren vor Ort“, sagt sie.

Entscheidet die Synodeauch über Kürzungen?

Ja, so Konukiewitz. Um Einsparungen zu erzielen, hatte die letzte Synode die Zukunft des Blockhauses Ahlhorn infrage gestellt. Nun werden Fördermöglichkeiten und Kooperationen geprüft. „Das Thema ist noch nicht vom Tisch“, so die Wildeshauser Pastorin, die sich für den Erhalt der Einrichtung in Ahlhorn einsetzt.

Was bedeutet „Schöpfungsverantwortung“?

Dahinter stecken ethische Fragen wie die Organspende oder die Sterbehilfe, aber auch der Umgang mit Tieren. In der Debatte um faire Lebensmittelpreise vertritt Konukiewitz eine klare Position: „Ich persönlich finde es nur richtig, wenn für gutes Fleisch höhere Preise verlangt werden.“ Wichtig sei aber, dass das Geld auch bei den Produzenten, also den Landwirten, ankommt.

Was tut sich in
Sachen Ökumene
?

In den vergangenen Jahren sei viel über das gemeinsame Abendmahl diskutiert worden, so Konukiewitz, allerdings ohne wesentliche Fortschritte. Nun verfolgten die evangelischen Christen mit Interessen den „synodalen Weg“ der katholischen Kirche in Deutschland. Zu Fragen der Ökumene gehöre aber auch die Zusammenarbeit mit der reformierten Kirche oder Gemeinden in Übersee, wo die Kirche eine höhere gesellschaftliche Stellung genieße.

Welches sind die großen Zukunftsthemen?

Der Ausschuss für theologische und liturgische Fragen, der einmal monatlich zusammenkommt, hat sein Arbeitsprogramm noch nicht festgelegt. Konukiewitz ist es wichtig, alle wesentlichen Themen, insbesondere vor dem Hintergrund der sinkenden finanziellen und personellen Ressourcen aus Sicht der Gemeindearbeit, „zu denken“.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
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