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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kirche: Mit neun Pastoren zusammengearbeitet

27.07.2020

Wildeshausen Über zehn Jahre lang ist er Küster in der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter in Wildeshausen gewesen – nun geht Hartmut Huntemann in den Ruhestand. Seine Tätigkeiten legt der 63-Jährige zum 1. August nieder, offiziell verabschiedet worden ist er während des Gottesdienstes am Sonntag.

„Als Erstes musste ich mich daran gewöhnen, an den Wochenenden zu arbeiten“, erinnert sich Huntemann an seine Anfänge im neuen Aufgabenfeld. „Das kannte ich aus meinem früheren Beruf nicht.“ 35 Jahre lang war er als Fernmeldehandwerker tätig gewesen. Dann wollte er beruflich kürzer treten und nahm die Stelle als Küster in der St.-Peter-Gemeinde an.

Viele Arbeiten, auch unerwartete, fielen ab dann in sein Aufgabenfeld. So auch das Schneeräumen im Winter. „Da habe ich gleich groß mit angefangen“, erzählt Huntemann. Man habe ihm gesagt, dass es eigentlich nie viel Schnee gebe – im Jahr seines Einstiegs dann aber doch. Da hieß es gleich in den ersten Arbeitswochen früh aufstehen und kräftig anpacken.

Die Renovierung der Kirche hat er ebenfalls miterlebt, wie auch die Brandstiftung im vergangenen Jahr. „Die Orgel musste auseinander gebaut und alle Pfeifen gereinigt werden. Das war das Schlimmste, was ich in den letzten zehn Jahren erlebt habe“, schildert Huntemann.

Aber auch an Positives erinnert sich der 63-Jährige: „Mit allen Pastoren, mit denen ich zusammen gearbeitet habe, bin ich immer gut ausgekommen.“ Neun sind es während seiner Zeit als Küster gewesen.

Auf seinen Ruhestand freut sich der 63-Jährige. „Jetzt kann ich mich mehr um meine Enkeltochter kümmern.“ Der Kirche will Huntemann aber dennoch erhalten bleiben. „Die Urlaubsvertretung werde ich noch machen“, sagt er. Vertreten würde er dann Hans Seibert, der ab August die Stelle als Küster übernimmt. Die Arbeit weiß Huntemann bei ihm in guter Hand. „Er ist in den letzten vier Wochen schon mitgelaufen und hat vieles gelernt.“

Zu seinen liebsten Aufgaben gehörte immer das Vorbereiten der Messe, erzählt Huntemann. Als Küster durfte er das am Sonntag zum letzten Mal tun, bevor er im Gottesdienst von der Gemeinde verabschiedet wurde. „Ein bisschen eigenartig fühlt es sich jetzt schon an. Es geht ein Kapitel zu Ende“, meinte Huntemann nach der Messe, in der Pfarrer Ludger Brock seine Predigt auf den scheidenden Küster ausgelegt hatte. „So oft wurde ich noch nie in einem Gottesdienst erwähnt“, schmunzelte Huntemann.

Jana Wollenberg Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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Gloria Balthazaar Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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