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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kirchengemeinde St. Peter: „Kümmerer für die Jugend“ geht in den Ruhestand

19.02.2020

Wildeshausen Bewegte Zeiten in Wildeshausen: Menschenkette von der Alexanderkirche bis zur St.-Peter-Kirche, abendliche Friedensgebete, ökumenische Begegnungen. Und Matthias Goldberg mittendrin. „Wir haben viel diskutiert und gemeinsam gebetet“, erinnert sich der Pastoralreferent an die Ereignisse vor 30 Jahren. Als Kuwait durch den Irak unter Saddam Hussein annektiert wurde, rückten auch die Christen in Wildeshausen zusammen.

Es sind nicht nur Begebenheiten wie diese, auf die Goldberg nach 35 Dienstjahren in der katholischen Kirchengemeinde St. Peter zurückblicken kann. Wenn er in seinen alten Terminkalendern stöbert, fallen dem 63-jährigen Wildeshauser vor allem viele Begegnungen in der Gemeinde, Veranstaltungen mit Jugendlichen, aber auch die Fusion mit dem heutigen Gemeindeteil Herz Jesu Ahlhorn ein. Zum „krönenden Abschluss“ seiner Dienstzeit wirkte er beim Kindertag in Vorbereitung auf die Heilige Kommunion und bei der Firmung mit Weihbischof Theising mit. An diesem Samstag, 22. Februar, wird er in der 17-Uhr-Messe und mit einem Empfang im Waltberthaus in den Ruhestand verabschiedet.

Goldberg ist im benachbarten Ganderkesee aufgewachsen. Mit dem späteren evangelischen Pfarrer Matthias Selke hat er Fußball beim TSV Ganderkesee gespielt. Nach einer Ausbildung zum Büromaschinenmechaniker und dem Zivildienst in der Kirchengemeinde St. Marien Delmenhorst entschied er sich für die Theologie und bewarb sich beim Generalvikariat in Münster, dem Bistumssitz. Die Ausbildung erfolgte über einen Fernkursus sowie Studienwochen am Institut für Diakonat und pastorale Dienste (IDP). Goldberg war zu dieser Zeit in der Kirchengemeinde St. Marien Friesoythe tätig; seine Frau Magdalena im benachbarten Barßel (Kreis Cloppenburg).

Ursprünglich sollte der Pastoralreferent eine Stelle in Wilhelmshaven erhalten. Doch es ging nach Wildeshausen. „Ein Glücksfall“, wie sich im Nachhinein herausstellte. Denn das Gemeindeleben hier ist vielfältig. „Damals hatten wir am Wochenende noch vier Gottesdienste; allein zwei Vorabendmessen am Samstag.“ Goldberg, seit 1. Oktober 1985 in der katholischen Gemeinde tätig, brachte sich stark in die Jugendarbeit ein. Es gab Zeltlager im Emsland, den Dritte-Welt-Laden und liturgische Nächte. „Beim ersten ökumenischen Kinderbibeltag kamen mehr als 200 Kinder ins Haus Burgberg“, erinnert er sich. Natürlich gehörten Katechese, Erstkommunion und die Begleitung der Firmlinge dazu. Zehn Jahre lang gab er auch Religionsunterricht an der Realschule. Er besuchte ältere Geburtstagskinder und an zwei Donnerstagen im Monat die Bewohner des Kreisaltenheims. Ebenso gehört Goldberg zu den Initiatoren des „Männertalks“ und der besonderen Filmauslese im „Lili-Servicekino“ in Zusammenarbeit mit dem Offizialat in Vechta.

Nach dem Wechsel in den Ruhestand will Goldberg zunächst einmal mehr Zeit der Familie, darunter die neun Monate alte Enkelin Charlotte, und seinen Hobbys, wie Briefmarkensammeln oder Radfahren, widmen. Natürlich wolle er mit wachem Auge weiterhin die Entwicklung seiner Kirche verfolgen. „Wir müssen die Menschen abholen bei den Themen, die sie bewegen“, sagt Goldberg. Und der „Kümmerer für die Jugend“, wie er auch genannt wird, mahnt, den Nachwuchs nicht zu vernachlässigen. Die Stelle des Pastoralreferenten für die Kirchengemeinde St. Peter hat das Bistum ausgeschrieben.

Ganz loslassen mag Goldberg von seinen Projekten aber nicht. Am Samstag, 14. November, gibt es wieder den „Männer-Talk“. Der Gastredner ist Goldbergs Freund seit Jugendtagen: Matthias Selke.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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