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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Gedenktag voller Erinnerungen

05.12.2017

Wildeshausen „Wenn ich mich so hier umschaue, dann ist es wie ein Familientreffen. Ich freue mich, dass alle da sind.“ Der kommissarischen Vorsitzenden der katholischen Kolpingsfamilie Wildeshausen, Karola Müller, war am Sonntag beim Kolpingsgedenktag die Freude über das Zusammentreffen der Kolpingsfamilien-Mitglieder anzumerken.

Nachdem alle am Gedenktag den Gottesdienst besucht hatten, ging es zur Feierstunde ins Waltberthaus. Zu feiern gab es dort unter anderem etwas für Conrad Kramer: Seit 60 Jahren ist er Mitglied in der Kolpingsfamilie. Bürgermeister Jens Kuraschinski und Müller überreichten ihm dafür eine Ehrenurkunde. „Herr Kramer sagte mir gerade, dass es damals nach der Ausbildung selbstverständlich war, der Kolpingsfamilie beizutreten“, setzte Müller mit einem Lächeln hinterher, als sich der Geehrte zurück an seinen Platz setzte.

Dass Kramer zudem über die Wildeshauser Geschichte Bescheid weiß, zeigte er beim Vortrag des Bürgermeisters. „Es hieß ja, dass ich einen Festvortrag halten werde“, sagte Kuraschinski – dann würden aber alle nach und nach einschlafen, vermutete er mit einem Augenzwinkern. Also hatte er sich für einen interaktiven Vortrag mit Bilderpräsentation über die Geschichte Wildeshausens entschieden. Angefangen bei Graf Waltbert, dem Nachfahren des adeligen Sachsen Widukind. Wildeshausern wird Waltbert bekannt sein, weil er die Reliquien des heiligen Alexander nach Wildeshausen gebracht haben soll. Ob auch Widukind in Wildeshausen war, sei nicht sicher, sagte Kuraschinski. „Wir glauben fest daran, dass er hier war“, entgegnete Müller. „Es soll hier ein Liebesnest gehabt haben.“

Kuraschinski ging weiter darauf ein, dass Wildeshausen ab 1429 öfter an andere Gebiete verpfändet wurde. „Wildeshausen musste immer als Hypothek herhalten.“ Er berichtete darüber, dass die Wildeshauser 1526 in Ahlhorn einfielen und daraufhin für „friedlos“ erklärten wurden, über die Hinrichtung des Bürgermeisters Lickenberg 1529 und die zerstörte Stadtmauer. „Die 03 ist für Wildeshausen eine geschichtsträchtige Zahl“, sagte Kuraschinski, als er aufs 18. Jahrhundert zusteuerte. 1703 wurde das „Alte Amtshaus“ auf der Herrlichkeit errichtet, 1803 wurde Wildeshausen dem Oldenburger Land übertragen, 1903 wurde die Wildeshauser Schützengilde offiziell festgeschrieben (gegründet wurde sie 1403).

Für die Kolpingsfamilie Wildeshausen ist 1885 bedeutend: In dem Jahr ist sie gegründet worden.

Verena Sieling
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2708

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Wildeshauser Schützengilde