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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Schwarz-weiße Ansichten voller Mystik

14.05.2019

Wildeshausen „Stadtansichten“ in Schwarz-Weiß zeigt der Künstler Michael Otto in seiner dritten Ausstellung in der Galerie in Wildeshausen. Nach 2004 und 2013 freute sich der Berliner Grafiker und Maler über eine weitere Einladung der „Galerie Wildeshausen“, die inzwischen von Maria Berlinicke und ihrer Tochter Bettina-Maria geführt wird. Bei der Vernissage am Freitagabend bedankte sich Otto für die Möglichkeit, erneut seine Bilder zu zeigen.

Fast 70 Arbeiten hatte Otto mit nach Wildeshausen gebracht. Am Ende wurden 60 gehängt – vor allem Zeichnungen in schwarzer Kreide und mit Bleistift, aber auch eine kleinere Auswahl an Radierungen und einigen wenigen Ölarbeiten. Ottos Spektrum ist groß. Landschaften, aber auch typische Arbeitsplätze und Stadtansichten sind in den Kreidezeichnungen Gegenstand. Motive aus Schweden und Dänemark, dann aber auch wieder Ecken und Winkel Berlins oder Rumäniens finden sich auf den Zeichnungen.

Die Darstellung erscheint bisweilen ein Stück schemenhaft, ein Stück mystisch, melancholisch. Das gilt auch für die Bleistiftzeichnungen. Wie der Künstler erklärte, setze er einen Schwerpunkt beim Zeichnen. Früher habe er seine Grafiken selbst auf der eigenen Maschine gedruckt. Einige Kostproben gab es auch in der Ausstellung zu sehen. Otto bedauerte, dass in der Kunstszene der Druck immer weniger geschätzt werde. Auch die Lagerung der Drucke stelle ihn vor Probleme. „Ich stelle deshalb keine Auflagen mehr her“, betonte er.

Zu seinen Zeichnungen sagte Otto: „Ich lege Wert auf handwerkliche Schlichtheit.“ Die zeigt sich dann auch in den ausgestellten Arbeiten. Der Blick auf einen Container-Platz, dann wieder eine Scheune im Dänischen, in der Küken gebrütet werden. Daneben prägen Hügellandschaften, wie sie in Skandinavien zu finden sind, die Kreidezeichnungen. Immer wählt Otto Ansichten aus, die er schnörkellos, fast traumhaft verschwommen, präsentiert.

Otto, der seit 1973 im Lette-Verein Berlin Zeichnen unterrichtete, fand ab 1980 auch Gefallen an der Ölmalerei mit Motiven der Stadtlandschaften. Seit 2001 befasst er sich mit Themen übersehener Landschaften. Das kann auch ein Stahlwerk sein oder die Natur an sich. Letztlich gilt Otto (81), der Mitglied im Künstlersonderbund in Deutschland und im Verein Berliner Künstler ist, als gegenständlicher Maler. Seine Bilder finden sich unter anderem im Stadtmuseum Berlin, in Budapest und sogar in der Deutschen Bundesbank.
 Die Ausstellung „Stadtansichten“ ist bis zum 5. Juli in der Galerie, Harpstedter Straße 23, zu sehen. Ein „Galeriekaffee“ inmitten der Bilder gibt es am Sonntag, 30. Juni, von 15.30 bis 18 Uhr.

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