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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Landkreis ehrt Wolf E. Schultz

06.12.2019

Wildeshausen Man hätte in seinem früheren Berufsleben vielleicht schon ahnen können, dass Wolf E. Schultz ein Händchen für das Erschaffen von Skulpturen hat: „Bei der Reederei hatte ich den Ruf, dass ich ein guter Schweißer sei“, hat der Künstler am Donnerstagabend mehr als 50 Anwesenden im Wildeshauser Kreishaus erzählt. Er wurde dort mit dem 9. Kunst- und Kulturpreis im Bereich Bildende Kunst für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

1200 Werke

Zu Beginn seiner Dankesrede blickte Schultz kurz auf seinen Notizzettel: „Was hatte ich noch sagen wollen?“ Kurz darauf verwarf der 79-Jährige die Stichpunkte und erzählte. Davon, wie er in Norderstedt seine erste Galerie eröffnete, dass er eigentlich Offizier werden sollte und wie er schließlich in die Gemeinde Hude kam. Eine Skulptur aus Pappelholz stellte er dort aus. Der Künstler lernte in Hude seine Frau kennen – und blieb dort. „Ich bin jedem einzelnen dankbar, der mich wahrgenommen hat, und jetzt hier ist – das ist etwas ganz Besonderes“, freute sich Schultz über die Auszeichnung.

Über Wolf E. Schultz

Wolf E. Schultz, der seit mehr als 35 Jahren in Hude lebt, wurde 1940 in Swinemünde geboren. Von 1958 bis 1966 ging er auf Seefahrten: Die Reisen führten ihn nach Südostasien, Zentral-Amerika, Südamerika, Nordamerika, Kanada, Russland, Nord- und Südeuropa.

Als Werbetexter, Redakteur und Fotograf arbeitete er zwischen 1966 und 1974. 1970 begann er zudem die professionelle Bildhauerei. 1972 folgte die Gründung eines eigenen Ateliers.

In Hude errichtete er 1989 den Skulpturenweg. 1990 folgte die Stiftung und Organisation des 1. Bildhauersymposions in Hude. Das Skulpturenufer errichtete Schultz dort im Jahr 1992. 1993 folgte in seiner neuen Heimat die Gründung des Skulpturenhauses.

Dass der Künstler mit seiner Kunst die gesamte Region, ganz besonders die Gemeinde Hude, bereichert habe, lobte Landrat Carsten Harings. Schultz’ Arbeiten wurden in mehr als 100 Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und sein Bildwerk strahle weit über die Landkreisgrenzen hinaus, so Harings. 1200 Skulpturen und Plastiken aus unterschiedlichen Materialien wie zum Beispiel Holz, Stein und Bronze hat er bisher geschaffen. „Ich betone bisher – Sie sind noch jung“, gab der Landrat einen optimistischen Ausblick, dass in Zukunft noch so einiges von Schultz zu erwarten sei. Er dankte Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew, der ebenfalls zugegen war, dass er Schultz für den Preis vorgeschlagen hatte. Acht Vorschläge wurden eingereicht. Harings hob hervor, dass Schultz im September einstimmig von der Jury gewählt wurde.

Welche drei Kriterien der Huder Künstler erfülle, machte Laudator Dr. Martin Feltes von der Katholischen Akademie Stapelfeld (Cloppenburg) deutlich: Das erste Kriterium sei das Staunen. Der Betrachter staune über die Holzskulpturen, über Schultz’ Können, das Formgefühl. An zweiter Stelle stehe das Geheimnisvolle: Seine Werke hätten einen „geheimen Zauber“.

Authentisch und ehrlich

„Das dritte und vielleicht wichtigste Kriterium ist die Authentizität und Ehrlichkeit. Wolf E. Schultz orientiert sich nicht an Trends der Modeszene. „Holz ist für ihn kein totes Material“, sagte Feltes.

Harings dankte neben Feltes für die Laudatio auch der Kultursachbearbeiterin Justyna Owczarek sowie der Kulturbeauftragten Julia Himmelreich für das Organisieren des Abends. Dank ging auch an das Musikerduo Coco Joura (Gesang) und Michael Rayher (Klavier) aus Bremen, das mit satirischen sowie klassischen Stücken die Verleihung musikalisch begleitete.

Wolf E. Schultz schien sich in dem Veranstaltungsraum, aber noch mehr im Foyer des Kreishauses wohlzufühlen: Dort sind zurzeit fünf seiner Skulpturen ausgestellt. Zwischen seinen Kunstwerken, „das ist das Umfeld, das ich liebe“. Dort, sagte Schultz, sei er am authentischsten.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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