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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Lili-Servicekino In Wildeshausen Ausgezeichnet: Wildeshauser Wirtschafts-Oscar für Kino

02.03.2019

Wildeshausen Der Zeitpunkt hätte kaum besser gewählt werden können: In Hollywood wurden kürzlich die Film-Oscars verliehen, im Hotel Gut Altona am späten Freitagabend der „Oscar der Wildeshauser Wirtschaft“. Michael Prochnow und Heinz Rigbers vom „Lili-Servicekino“ nahmen im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Mittelstandsvereinigung Wildeshausen (MIT) die goldene Figur namens „Triumph“ entgegen. MIT-Vorsitzender Ingo Hermes und Laudator Christian Firmbach, Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters, würdigten die kulturelle Arbeit des Kinos. Im Vorjahr hatte die Software-Schmiede Wilhelm Hoffrogge den Preis erhalten.

Mit rund 230 Gästen fand die MIT-Versammlung an traditioneller Stelle statt: im Saal des neuen Hotel Gut Altona. Die Küche servierte Grünkohl mit Kassler und Pinkel. Nach dem Brand des Gutshauses hatte die MIT zweimal in der Scheune auf Gut Altona mit Spargel gefeiert.

„Der deutsche Mittelstand steht vor ganz entscheidenden Jahren“, betonte der MIT-Vorsitzende in seiner Rede. Viele schreckten vor dem Risiko der Selbstständigkeit zurück. Hermes appellierte an die Politik, die Bürokratie abzubauen, und an die Firmen, dem Fachkräftemangel durch engen Kontakt zu den Schulen zu begegnen. Wildeshausen müsse sich „interessant“ aufstellen. Dazu gehöre auch die Verlässlichkeit der Politik. Es wäre „eine Tragödie für die Wildeshauser Wirtschaft“, wenn – aus welchen Gründen auch immer – das Gewerbe- und Industriegebiet Wildeshausen-West scheitern sollte.

Firmbach (51), seit der Spielzeit 2014/2015 Intendant in Oldenburg, ging auf die Historie des Kinos ein: Bereits 1898 gab es im Saal von Gastwirt Immohr im „Lindenhof“ die erste Vorführung. Gezeigt wurden 32 „lebende Bilder“ von der Einfahrt eines Zuges in den Bahnhof. Bis 1952 wurde der spätere Kinosaal an der Huntestraße als Tanzsaal genutzt. Nach dem Umbau erfolgte im April 1952 die Eröffnung unter dem Namen „Union-Theater“. Von 1956 bis 2011 hieß es „Lindenhof-Lichtspiele“. 1990 erfolgte ein weiterer Umbau. Von den einst 213 Sitzplätzen blieben 130. Michael Prochnow (76) pachtete 2011 das Kino. Mit Betriebsleiter Heinz Rigbers (59) sei ein „alter Hase“ an Bord, so Firmbach.

Prochnow investierte kräftig: So wurde im Juli 2012 auf Digitaltechnik, „Real 3D“ und 7.1 Sound umgestellt. „Wir sind auf dem allerneuesten Stand“, betonte der Betreiber. Auch der Fußboden und die Polsterung der Kinosessel wurden kürzlich erneuert. Allein sechsmal zeichnete die Nordmedia das „Lili-Servicekino“ mit dem Filmprogrammpreis aus, zuletzt sogar für das Gesamtprogramm. Denn neben Hollywood-Streifen werden auch Konzerte aus der Berliner Philharmonie oder aus Bayreuth übertragen. Hinzu kommen Projekte wie Schulkino-Wochen oder das „Malteser-Filmcafé“.

Im Rahmen der Veranstaltung wählten die MIT-Mitglieder ihren Vorstand neu. Es gab außerdem Ehrungen und den Auftritt von Comedian Stefan Danziger, der als Berliner „Touristen-Führer“ schnell das Publikum auf seine Seite zog. Es wurde ein langer Abend.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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