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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Ein Mendelssohn mit vielen Aha-Effekten

23.10.2017

Wildeshausen Zur 5. Sinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847), der sogenannten Reformationssinfonie, hat der Wildeshauser Kantor Ralf Grössler eine besondere Beziehung: „Die haben wir zu meinem 50. Geburtstag aufgeführt“, sagte der Kirchenmusikdirektor. Anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ wird das Werk am Dienstag, 31. Oktober, dem Reformationstag, um 20 Uhr in der Wildeshauser Alexanderkirche erneut im Mittelpunkt stehen.

Karten

gibt es zu Preisen von 25, 20 und 15 Euro (Ermäßigung für Schüler und Studenten) in der Buchhandlung Bökers am Markt in Wildeshausen (Telefon   04431/ 92163) und im Büro der ev.-luth. Kirchengemeinde (Telefon   04431/2449).

Keinesfalls Routine, sondern eher Knistern liegt in der Luft, als Grössler am Samstag mit der Kantorei probt. Was im Remter beinahe zu hell klingt, sorgt in der Kirche für einen wohltuenden Nachhall. Der Komponist geht auch in der alten Basilika nah an seinen Chor heran. Zufriedenheit stellt sich ein. „Der Mendelssohn ist schön und romantisch“, meint etwa Chormitglied Irmgard Fuchs.

Es gibt aber Klippen; so in der Bach-Kantate, die am Reformationstag bereits im 10-Uhr-Gottesdienst zu hören sein wird. Die Koloraturen, die schnelle Abfolge von Tönen mit kurzen Notenwerten, seien „recht heikel“, erklärt Grössler. „Da singt es sich nicht einfach nach Gefühl.“

Beim Mendelssohn-Stück am Abend wird auch das von Grössler zusammengestellte Sinfonieorchester mit knapp 40 Musikern spielen. Am Beginn der Aufführung steht die bekannte Paulus-Ouvertüre über den Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“. Den 31. Psalm („In Gottes Händen geborgen“) gibt es in einer Fassung, die Grössler eigens für den Bremer Landesposaunentag komponiert hatte. Auf die Choralfantasie „Ein feste Burg ist unser Gott“ hat Grössler eine Fuge gelegt. „Das ist quasi eine kleine Uraufführung“, hofft der musikalische Leiter auf den Aha-Effekt. Auch das Finale, das Lied „Verleih uns Frieden gnädiglich“, dürfte beim Publikum nachhallen.


Ein Ausschnit der Probe unter   www.nwzonline.de/videos