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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Öffentliche Bücherei will sich für die Zukunft aufstellen

30.10.2018

Wildeshausen Die Öffentliche Bücherei in Wildeshausen boomt. Registrierte sie im Jahr 2012 noch 37.834 Ausleihen, waren es im Vorjahr 74.346 und damit fast doppelt so viel.

Nach mehr als 20 Jahren strebt die katholische Kirchengemeinde Sankt Peter eine gründliche Renovierung an, um auch weiterhin zukunftsfähig zu sein. „Wir wollen künftig Lesungen abhalten und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche anbieten“, erklärte Kirchenprovisor Bernhard Kramer im Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur. „Dafür brauchen wir Platz. Und den wollen wir durch neue, mobile Regalsysteme schaffen“, so Kramer.

Bei den Kosten für Wandanstrich, Bodenbeläge und einheitliche Regale und Möbel setzt die Kirchengemeinde auf die finanzielle Hilfe der Stadt. Kramer bezifferte die Kosten auf 110.000 Euro. 10.000 Euro würde die Kirchengemeinde zahlen, weitere 10.000 Euro die Bücherei aus Rücklagen. Somit soll die Stadt den Bärenanteil von 90.000 Euro übernehmen. Das Bischöfliche Offizialat Vechta würde das Geld auslegen, die Stadt könne es über fünf Jahre mit je 18.000 Euro erstatten.

In dem 2016 geschlossenen Vertrag mit der Kirchengemeinde hat sich die Stadt verpflichtet, jährlich rund 90.000 Euro als Zuschuss für Personalkosten und Medien zu zahlen. Nicht genutztes Geld kann im Folgejahr für Medien oder Reparaturen am kirchlichen Gebäude an der Burgstraße genutzt werden. Demnach müsse die Kirchengemeinde die Renovierungskosten aus diesen Mitteln bestreiten, so die Stadtverwaltung.

Kramer aber hält eine derart gründliche und kostspielige Renovierung nicht durch den Vertrag abgedeckt. Um der Bücherei entgegenzukommen, bot die Stadtverwaltung 45.000 Euro an.

Der Provisor will den städtischen Anteil um 20.000 Euro drücken. Die Auslagerung der Bücher ins Waltberthaus, wo die Ausleihe während der Renovierung weiterliefe, soll nicht von einer Firma gestemmt werden, sondern von den Jugendlichen der Katholischen Jungen Gemeinde.

Im Ausschuss wurde die Arbeit der Bücherei von allen Seiten gelobt. „Die Bücherei hat sich toll entwickelt“, sagte Grünen-Ratsherr Klaus Schultze, auch Mitglied im Büchereibeirat. Die Bücherei sei Kultur- und Bildungsarbeit und damit auch Sozialarbeit. Er sieht die Renovierung aber als Angelegenheit des Trägers und damit der Kirchengemeinde. Gleichwohl schlug Schultze vor, dass die Stadt der Gemeinde einen einmaligen Zuschuss von 45.000 Euro für die Renovierung gewährt.

Nach Ansicht von Jens-Peter Hennken (CDW) gehört eine Bücherei zu einer Kreisstadt. Deshalb stelle sich die Frage: „Lassen wir die Bücherei bei der Kirchengemeinde oder übernehmen wir sie selbst?“ Günstiger als jetzt bekäme sie die Stadt jedenfalls nicht. Hennken will aber nicht in das Eigentum fremder Träger investieren. Deshalb schlug er vor, dass die Stadt die Möbel kauft und zur Verfügung stellt.

Ob das rechtlich möglich ist, soll nun geklärt werden. Die Verwaltung äußerte Bedenken. Die Stadt müsse bei der Summe von 61 500 Euro, die die Kirchengemeinde für die Möblierung verhandelt habe, eine öffentliche und neutrale Ausschreibung auf den Weg bringen. Das könne am Ende teurer werden.

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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