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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Ein Feuerspucker und viele heiße Rhythmen

18.09.2017

Wildeshausen Das Experiment ist gelungen: Alles war erleuchtet. Das erste Sommerfest der Diakonie Himmelsthür in den Abendstunden war mit mehreren hundert Gästen sehr gut besucht. Auch wenn wegen des vorhergesagten Regens nicht wie geplant Büsche und Bäume bestrahlt werden konnten, leuchteten doch viele Lampions, Lichterketten und Stände, als es dunkel wurde. Im spontan aufgestellten Zelt war es dank der vielen Menschen geschützt und wärmer als draußen. Kurz nach 23 Uhr tanzten die letzten Gäste gemeinsam vor der Bühne zu Gesang und Klaviermusik von Markus Häger.

Zufriedener Veranstalter

Bereits zu Beginn um 17 Uhr hatte sich der Platz vor dem Haus Emsland auf dem Gelände an der Dr.-Klingenberg-Straße in Wildeshausen gefüllt. Samba-Rhythmen von „acompasso“ erklangen. Die Band probt wöchentlich in einem Raum der Schule für Heilerziehungspflege auf dem Diakonie-Gelände.

In den vergangenen Jahren beteiligte sich die Diakonie Himmelsthür am „Hunte Sommer“ und am Sommerfest der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. In diesem Jahr war der Ort bewusst vor der Haustür gewählt. „Wir freuen uns, dass unser Fest so gut angenommen wird. Das Sommerfest richtet sich an alle, die sich uns verbunden fühlen. Wir wollten auch den Bewohnerinnen und Bewohnern auf dem Zentralgelände etwas Besonderes bieten“, sagte Organisatorin Helga Weller, Bereichsleiterin in den Tagesförderstätten, die sehr viele ihrer Mitarbeitenden motiviert hatte. Bratwurst, Pilzpfanne und Softdrinks befinden sich traditionell in den Händen der Tagesförderung.

Eigene Produkte

Viele Bewohner mit Assistenzbedarf wurden von Mitarbeitenden oder ihren Angehörigen, Betreuern und Freunden begleitet. Eine katholische Jugendgruppe hatte ein buntes, rundes Schwungtuch mitgebracht. Es gab Verkaufsstände mit Garten- und Kunsthandwerk der ProWerkstätten und der Tagesförderung der Diakonie Himmelsthür.

Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde dankte in seiner Begrüßungsrede insbesondere den Ehrenamtlichen des Freundevereins und der „Quadkinder“ und „Quadengel“. 13 Fahrer waren gekommen und boten kostenlose Mitfahrten an. Die Spritztouren waren heiß begehrt.

Im Zelt war es fast genauso laut, als die inklusive Band „Durazell“ die Bühne rockte. Das Bühnenprogramm war vielfältig und wurde von Mitarbeiterin Anke Strömer moderiert. Es traten Tänzerinnen des SC Wildeshausen, ein Polka-Blasensemble, eine Gruppe des Wildeshauser Tanzzentrums, eine Trommelgruppe, eine Theatergruppe des Oldenburger Blauschimmel-Ateliers, Maskentheater, die Bands „Wohnzimmerkonzert“ und „Trio +“ sowie der Feuerspucker Svenz Seifenblasen auf. Joe Kretzschmar-Strömer, Diakon der evangelischen Gemeinde, sorgte mit seinem Team für die Bühnen-, Ton- und Lichttechnik.

Es war ein gelungenes Sommerfest, bei dem sich viele Menschen begegneten und ihren Spaß hatten. 2018 möchte die Diakonie Himmelsthür wieder beim „Hunte Sommer“ mitmachen.

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