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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Buntes Licht und voller Orgelklang

13.10.2017

Wildeshausen Der nächste große Schritt ist getan: Am Donnerstag haben Harald Lesch, Vorstandsvorsitzender der VR-Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken in Norddeutschland, und Frank Ostertag, Vorstand der Volksbank Wildeshauser Geest und Sprecher der Kreisarbeitsgemeinschaft der Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis Oldenburg und der Stadt Delmenhorst, insgesamt 13 200 Euro an den Wildeshauser Orgelförderverein übergeben. Der sammelt seit März 2015 Spenden, um die marode Orgel der Alexanderkirche durch eine neue zu ersetzen und damit gleichzeitig die bislang durch die Orgel verdeckte Rosette über dem Haupteingang freizulegen.

Das soll gelingen, indem die großen Pfeifen der neuen Orgel rechts und links des bunten Kirchenfensters angeordnet werden. Weil es somit nicht nur um eine neue Orgel, sondern auch praktizierten Denkmalschutz gehe, könne sich die VR-Stiftung mit 12 000 Euro besonders großzügig zeigen, betonte Lesch bei der Spendenübergabe.

Das bunte Kirchenfenster über dem Haupteingang der Alexanderkirche war Anfang des 20. Jahrhunderts durch den Glasmaler Georg Karl Rohde verschönert worden und gilt als historische Kostbarkeit.

Die Rosette ziert auch die von Stephan Damke kolorierte Patenschaftsurkunde, die Lesch als Dank für die Großspende bekam.

„Wir freuen uns riesig, denn jetzt beläuft sich der aktuelle Spendenstand schon auf 557 000 Euro“, betonte Franz Duin vom Vorstand des Orgelfördervereins.

Beeindruckend findet Duin nach wie vor die überkonfessionelle Spendenbereitschaft. „Für die Wildeshauser ist das einfach ihre Kirche“, betonte er und verwies darauf, dass die Alexanderkirche ja bis zur Reformation katholisch gewesen sei.

Sieben Stiftungen haben inzwischen für das ambitionierte Vorhaben gespendet. Darunter befindet sich zum Beispiel auch eine Bremer Stiftung, die 10 000 Euro beisteuert, aber nicht genannt werden möchte. Doch die vielen kleinen Spenden sind dem Orgelförderverein genauso willkommen.

„Das was wir zusammen erreicht haben, ist enorm, aber dennoch dürfen wir uns jetzt nicht zurücklehnen“, verwies Gerlinde Plate vom Orgelförderverein auf die noch fehlende Restsumme von rund 300 000 Euro.

Erst wenn die benötigten 850 000 Euro erreicht seien, könne man das erste Gewerk vergeben, ergänzte Duin. Er hofft auf einen Baustart in 2019.

Entsprechend aktiv bleibt der Förderverein, der zum Beispiel für Dezember ein Benefizkonzert plant. „Außerdem haben wir die Vision, dass sich die Landeskirche noch stärker einbringt“, sagte Wiltrud Stanszus vom Orgelförderverein. Entsprechende Gespräche mit dem Oberkirchenrat liefen.