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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Abstecher in die Vergangenheit

10.09.2018

Wildeshausen Nicole Hansen und ihre Tochter Nele (7) stehen am Altar in der Alexanderkirche und schauen sich alte Bilder des Gotteshauses an. „Wir waren im vergangenen Jahr auch am Tag des offenen Denkmals hier. Die Geschichte der Alexanderkirche ist interessant“, sagt die Wildeshauserin. „Meine Tochter wurde hier getauft und singt im Kinderchor der Gemeinde.“ Nicole Hansen fand Kirchen auch schon als Kind interessant – so wie ihre Tochter heute. Während Nele auf die Frage, was ihr in der Kirche am besten gefällt, auf die Orgel zeigt, begeistert Nicole Hansen am meisten das Kirchenfenster hinter dem Hochaltar.

Ein paar Meter weiter erklärt Gästeführerin Karola Müller einigen Besuchern den 1910 vom Künstler Georg Karl Rohde geschaffenen Hochaltar. Müller führt sie danach in in die nur einmal im Jahr für Besucher geöffnete Sakristei mit den rund 1000 Jahre alten Fresken über die Lebensgeschichte Jesu.

Die Orgelempore der Alexanderkirche wird am Sonntag das letzte Mal vor dem Umbau für Besuchergruppen geöffnet gewesen sein. Der Orgelboden wird neu gestaltet. Dazu gehört auch der Neubau der Orgel.

Erstmals beim Tag des offenen Denkmals dabei gewesen ist der einstige Speicher an der Grünen Straße – in Sichtweite der Alexanderkirche. Er wurde restauriert und zu einer Ferienwohnung umgebaut. Das Interesse, das Schmuckstück zu besichtigen, ist sehr groß gewesen.

Das Brennerei-Museum kann als ein Aushängeschild von Wildeshausen bezeichnet werden. Am Sonntagnachmittag haben die Museumsführer Karin Holtmann-Kolloge, Günter Lorenz, Heinrich Voß und Karsten Kolloge 150 Besucher in kleinen Gruppen durch die Brennerei geführt, die bis 1972 in Betrieb war. Achtung: Große Leute müssen oft den Kopf einziehen. „Früher waren die Menschen halt kleiner als heute“, lautet die Erklärung der Museumsführer.

Auf fünf Etagen gibt es jede Menge zu entdecken. Der Besucher erfährt Stück für Stück, wie in der Brennerei gearbeitet und Korn gebrannt wurde. Der Heizer der Dampfkornbranntweinbrennerei hatte einst eine eigene Wohnkammer in der Brennerei; denn die Brennerei wurde mit einer Dampfmaschine betrieben. Später gab es auch zwei elektrische Maschinen: eine zum Etikettieren der Flaschen, ferner einen elektrischen Flaschenspüler. Da ist der Brennerei Korn gemahlen wurde, ließen auch hiesige Bäcker dort Schrot mahlen.

Gezeigt wird im Brennerei-Museum auch eine neue Ausstellung. Der Titel: Spaziergang durch Wildeshausen in den 1920er- und 1930er-Jahren. Durch diese Bilder lebt ein Stück Wildeshauser Geschichte wieder auf.

Gruppen, die das Brennerei-Museum besichtigen möchten, können sich bei Karin Holtmann-Kolloge unter Telefon   0 42 22/6517 melden.

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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