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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kunst: Große Berlinicke-Retrospektive in Nordfriesland

16.08.2018

Wildeshausen /Tetenbüll Noch vor seinem Tod hat der Wildeshauser Künstler Hartmut Berlinicke eine Ausstellung im Museum „Haus Peters“ in Tetenbüll (Kreis Nordfriesland) vorbereitet. Im Frühjahr 2017 war die ganze Familie dort. Im März starb Berlinicke überraschend im Alter von 75 Jahren. Am kommenden Samstag, 18. August, um 15 Uhr, wird im Beisein der Familie in Tetenbüll eine Grafik-Retrospektive von Berlinicke unter dem Titel „Windige Geschichten“ eröffnet.

Es handelt sich um eine Doppelausstellung, bei der zwei Kunstrichtungen aufeinandertreffen. Neben Werken von Berlinicke sind fotografische Arbeiten von Torsten Richter unter dem Titel „Neuland/Hinterland“ zu sehen. Berlinicke arbeitete vorzugsweise im Bereich Druckgrafik und in der Technik der mehrfarbigen Aquatinta­radierung, die ihm erlaubte, einen Farbton in verschiedenen Abstufungen flächig wiederzugeben. „Bilder entstehen als formaler Protest oder als Tröstung. Meine Bilder beinhalten den Dialog mit der Erinnerung an den letzten Augenblick oder gar an die früheste Zeit meiner Kindheit. Sie sind auch Tagebuchnotiz in der Beziehung zu Weggefährten, auch mal Auseinandersetzung mit Zeitung und Tagesthemen. Als solides Handwerk entstehen meine Arbeiten trotz aller Anstrengung spielerisch und entwickeln sich im Arbeitsprozess unerwartet ausgebufft zur existenziellen Lebensmitte, natürlich durch die Nachsicht und die kritische Anteilnahme meiner Umwelt“, so Berlinicke seinerzeit.

Berlinicke war ein Meister der Grafik, er beherrschte alle Techniken – von der Radierung mit Kaltnadel über die Farbaquatinta bis hin zu Sieb- und Holzdruck. In diesem Jahr hätte er sein Künstlerjubiläum (50 Jahre) feiern können. Berlinicke schreckte vor keinem Thema zurück. So setzte er sich in mehreren Mappenwerken und Zyklen mit dem Holocaust und dem Judentum auseinander, oder widmete sich sensiblen Themen wie Tod und Religion. Gleichermaßen liebte er aber Landschaften, Natur, Architektur und die kleinen, scheinbar unsichtbaren Dinge, die sonst niemand beachtet. Was alle seine Werke kennzeichnet, ist, dass der Betrachter immer sehr genau hinschauen muss. Dann findet er Anspielungen, Zitate und ironische Brechungen, die seine Motive in der Schwebe zwischen Realität und Vision lassen.

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