• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Schützengilde macht sich zukunftsfest

19.02.2018

Wildeshausen Launige Anträge der Kompanien, einstimmige Beschlüsse und stabile Beiträge: Selten verlief eine Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde so harmonisch wie am vergangenen Samstag. Insgesamt 282 Gildebrüder, etwas weniger als im Vorjahr, hatten sich in der Widukindhalle eingefunden, um über Daten und Fakten zu beraten.

Werner Hagelmann (Mitte) ist neuer Schützenbote. Im Blickpunkt standen auch (v.li.) Andreas Müller, Jens Kuraschinski, Andreas Tangemann und Andreas Tonn. BILD: Stefan Idel

Schützengilde hat inzwischen 3662 Mitglieder

Die Einnahmen der Gilde lagen im Vorjahr bei 302 530,39 Euro, davon allein 121 033,52 Euro aus Mitgliederbeiträgen. Im Jahr 2016 nahm die Gilde 296 737,55 Euro ein. Dem gegenüber standen 2017 Ausgaben in Höhe von 291 694,09 Euro. Hinzu kommt eine Spende in Höhe von 950 Euro.

Der Überschuss lag damit bei 9886,30 Euro. 2016 waren es noch 37 305,02 Euro. Rechnungsprüfer Björn Schmidt sprach von einer tadellosen Buchführung. Einstimmig wurde der Vorstand entlastet. Allerdings gab es zwölf Enthaltungen. Zum neuen Prüfer wurde Major Manfred Heinrichs gewählt.

Die Zahl der Mitglieder lag zum Jahresende bei 3662, davon sind 402 beitragsfrei. Ende 2016 lag die Mitgliederzahl bei 3653.

Vorgestellt wurde in der Versammlung der neue Schützenbote Werner Hagelmann (52). Er ist bereits seit 33 Jahren Mitglied der Schützengilde.

Der General der Gilde, Bürgermeister Jens Kuraschinski, handelte die Sitzung der Totenlade der Gilde in der Rekordzeit von 20 Minuten ab. Mit herzlichem Applaus wurden Schaffer Andreas Müller und König Andreas Tonn auf der Empore begrüßt. In seiner Funktion als Adjutant des erkrankten Obersts Willi Meyer zog Andreas Tangemann eine Bilanz des zurückliegenden Gildefestes. Es sei „das harmonischste seit vielen Jahren“ gewesen. Allerdings gebe es Verbesserungsbedarf: Der Handwerkermarkt soll attraktiver, die Beschallung auf der Burgwiese und in der Innenstadt verbessert und der Festmittwoch gestärkt werden.

Tangemann rügte, dass viele Schwarzröcke die Festplätze schon gestürmt hätten, bevor die Bewirtung freigegeben wurde. Auch der Ausmarsch aus dem Krandel sei „das reinste Chaos“ gewesen.

Getreu dem Motto „Stillstand bedeutet Rückschritt“ müsse sich die Gilde Gedanken machen, wie sie sich zukunftsfähig aufstelle. Das Leben in Wildeshausen habe sich verändert, so der Oberstleutnant. Und: „Wir dürfen keine Angst vor Veränderungen haben.“ Kleine Reformen gibt es bereits beim nächsten Gildefest: So wird der Kindertanz von Mittwoch auf Montag verlegt.

In den Berichten der Kompanien, alle getragen von der Zufriedenheit mit dem Fest 2017, klang ebenfalls die Kritik an der Beschallung durch. Der Marktplatz sollte ansprechender gestaltet werden. Die Ratskompanie wird künftig im alten Feuerwehrhaus bewirtet. Bei den Tanzveranstaltungen soll öfter das „Wildeshauser Lied“ gespielt werden.

Die Mitgliederentwicklung der Gilde ist ungebrochen positiv. Die Zahl stieg von 3653 auf 3662 am Ende des vergangenen Jahres an, wie Schatzmeister Siegbert Schmidt berichtete. Die Einnahmen betrugen 302 530 Euro; dem standen Ausgaben von 291 694 Euro gegenüber. Die Ausgaben für Feuerwerk und Festplätze schlugen mit 41 419 Euro (2016: 30 686) zu Buche, darunter 9362 Euro für das Feuerwerk und 8509 Euro für die Reinigung der Innenstadt. Für Musik, Bewirtung und Veranstaltungen wurden 117 410 Euro fällig, darunter 60 409 Euro für Musik, 14 572 Euro an Bewirtungskosten und 6835 Euro für den historischen Markt. 27 515 Euro steckte die Gilde in die Organisation, so 6852 in die Generalversammlung und 4312 Euro ins Schaffermahl.

Heinrich Kathmann bedauerte, dass die Gilde im Vorjahr lediglich 950 Euro gespendet habe. Das Geld floss in soziale Projekte der Stadt, wie Kuraschinski berichtete. Es bleibt beim Einschreibegeld von 36 Euro und dem Mitgliedsbeitrag von 35 Euro.

Der Beschluss, auch in diesem Jahr wieder Gildefest zu feiern, fiel wie erwartet einstimmig aus. Das lautstarke Absingen des „Wildeshauser Liedes“ und die schwungvolle Musik des Spielmannszuges und des Musikkorps Wittekind machten deutlich: Die Vorfreude auf das nächste Gildefest in 90 Tagen ist groß.


Ein Video gibt es unter   www.nwzonline.de/videos 
Video

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.