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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Maronen, Mutzenmandeln und mehr

17.12.2018

Wildeshausen Dichter Dampf entweicht, als Matthias Kröger den Deckel vom Punschtopf hebt. In der Glut darunter schwenkt sein Bruder Carlo Maronen in einer gusseisernen Pfanne. „Probieren Sie mal!“, ermuntert seine Mutter Petra Furmanek die vorbeibummelnden Marktbesucher. „Unsere Maronenbäume haben in diesem Jahr so reichlich getragen, dass wir beschlossen haben, auf dem Wildeshauser Mittelaltermarkt welche anzubieten“, berichtet Ehemann Torsten Kröger. Mittelalterfans sind die Vier schon seit längerem. „Toll, dass es so einen Markt seit einigen Jahren auch in Wildeshausen gibt“, freut sich Furmanek und zieht sich ihren Umhang samt Fuchspelz enger um den Hals. Wärme spendet der Familie an diesem Wochenende auch ein mit dicken Fellen und Decken ausgestattetes Bett, in dem die Vier sich abwechselnd aufwärmen. Nachts wird allerdings zu Hause geschlafen.

Dicke Felle und Decken

Das gilt längst nicht für alle mittelalterlichen Schausteller und Kunsthandwerker, die von Freitag bis Sonntag ihr Quartier rund um die ehrwürdige Alexanderkirche bezogen haben. „So mancher schläft unter dicken Fellen und Decken draußen im Zelt“, berichtet Johannes Faget, Chef der Firma „Fogelvrei Produktionen“. In Zusammenarbeit mit dem Nordischen Marktvolk gestaltet er den Wildeshauser Mittelaltermarkt schon zum vierten Mal. Das Angebot reicht dabei von Edelsteinen, Amuletten, Duftkerzen, Ruf- und Trinkhörnern über Kinderattraktionen wie Bogenschießen bis hin zu Met- oder Absinth-Tavernen und einer Schweinebräterei.

„Um so etwas zu machen, gehört schon ein gehöriger Schuss Verrücktheit dazu“, schmunzelt „Tanea vom Auetal“, die in einem kleinen Zelt neben der Kirche Filzerei und Schreibfedern feilbietet. Über ihr Hobby, die Bastelei, ist die Altenpflegerin aus Beverstedt, die eigentlich Sylvia Karré heißt, mit der faszinierenden Mittelalterwelt in Kontakt gekommen. „Wir sind wie eine Familie“, schwärmt sie.

Besucher Klaus Hoffmann kann das gut verstehen. „Dieses Konzept passt wirklich prima zu dem Areal rund um unsere wunderschöne Alexanderkirche“, findet der Wildeshauser. „Normale“ Weihnachtsmärkte habe schließlich jeder Ort.

Brandmeisterpflaume

Doch auch der traditionelle Wildeshauser Weihnachtsmarkt, der ebenfalls am Freitag eröffnet wurde und noch bis zum 23. Dezember reicht, stieß am Wochenende auf reges Interesse. Tüchtig eingeheizt wurde den Besuchern zum Beispiel am Glühweinstand der Freiwilligen Feuerwehr. Wer sich hier lecker Glühwein, Brandmeisterpflaume oder Kinderpunsch gönnte, tat sogar noch etwas Gutes: „Das Ganze wird über unseren Feuerwehrverein organisiert, mit dem wir unseren Dienst der Ortsfeuerwehr unterstützen“, erläuterte Pressesprecher Daniel Engels.

Auch hungrig musste niemand bleiben: Dick mit Nutella bestrichene Crêpes, Mutzenmandeln, Bratwürste und mehr gingen eine verführerische Duftmischung ein.

Sehr gut kam bei vielen Gästen auch das natürliche Ambiente des traditionellen Marktes auf dem Marktplatz an. „Wir verwenden bewusst nur Naturmaterialien und weiße Lichtquellen. Das ist zwar aufwendiger als fertige Gastronomiewagen aufzustellen, macht aber auch den besonderen Charme aus“, betonte Frank Stauga als Sprecher der Gastronomen.

Uta-Maria Kramer
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2703

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