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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Nordwesten blickt nach Wildeshausen

14.12.2019

Wildeshausen Da zögerte Bettina Siemer nicht lange: Als Johannes Faget von der Gruppe „Fogelvrei“ zur Damenwahl rief und im Dreivierteltakt auf dem Dudelsack einen spanischen Walzer spielte, forderte sie ihren Ehemann, Bürgermeister Jens Kuraschinski, auf. Der hatte, im orange-rotem Gewand und mit dunkelgrünem Barett, gerade wortgewandt den Mittelaltermarkt am Fuße der Alexanderkirche eröffnet.

Bereits zum fünften Male in Folge hatten Thomas „Faxe“ Weber vom Nordischen Marktvolk und die Firma „Vogelvrei Produktion“ mit Unterstützung des Stadtmarketings das Flair des Mittelalters in die Wittekindstadt gebracht. Bereits am Freitagabend stießen die vielen Kunsthandwerker-Stände mit Edelsteinen, Amuletten, Duftkerzen, Trinkhörnern, Seifen oder Filzhüten auf großes Interesse. Die Buden waren ebenso stimmungsvoll beleuchtet wie Met-Taverne, Maronenstand oder Schweinebraterei. „Es ist ein Großereignis“, meinte Faget, als er Kuraschinski als „1. Mann des Magistrats“ vorstellte.

„Dieser Markt ist etwas Besonderes“, so der Bürgermeister bei der offiziellen Eröffnung. Das besondere Ambiente auf der Herrlichkeit und auf dem Marktplatz locke Menschen aus dem gesamten Nordwesten. Er dankte allen Organisatoren, die in diesem Jahr wieder einen tollen Markt auf die Beine gestellt haben, und wies auf das üppige Programm an diesem Wochenende hin (siehe Info-Box).

Unter der Regie der einheimischen Gastronomie wurde auf dem Marktplatz erneut ein idyllisches Weihnachtsdorf, aufwendig dekoriert, aufgebaut. Das Blasorchester Wildeshausen (BLOW) spielte unter der Leitung von Elke Korinke weihnachtliche Melodien, während sich das Kinderkarussell drehte und die Buden dicht umlagert waren. Auch die Bundeswehr zeigt wieder Präsenz. Soldaten der Wildeshauser Patenschaftskompanie des Logistikbataillons 161 Delmenhorst verkaufen Erbsensuppe und Glühwein. Hauptmann Jörg Lackner und Oberstabsfeldwebel Werner Schunk überreichten Kuraschinski eine neu gestaltete Patenschaftsfahne.

Dicht umlagert war der Glühweinstand der Freiwilligen Feuerwehr. Für besondere Lichteffekte sorgten die LED-Einhörner von Jemena Lutzny. Melissa (12) und Liana (11) waren begeistert. Angetan vom Ambiente zeigte sich auch Manfred Hartfil aus Wardenburg, der mit Ehefrau Susanne und den Enkeln Meatheo (4) und Marie (1) unterwegs war. „Der Markt hier ist schön – besser als in Bremen.“

Der historische Markt auf der Herrlichkeit ist Samstag und Sonntag von 11 bis 23 Uhr geöffnet. Ein Bummel über den Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz ist bis Sonntag, 22. Dezember, von 11 bis 23 Uhr möglich.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos 
Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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