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Mehr als 200 Tote nach Explosionen in Sri Lanka

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Wo der Komponist sein Werk noch selber hört

16.03.2015

Ganderkesee Das 62. Rathauskonzert in Ganderkesee war ein „Rundumschlag“ moderner Tongebung – obwohl die gleichnamige Komposition von Brigitte Muntendorf (* 1982) erst den spielerisch-grandiosen Abschluss eines ungewöhnlichen musikalischen Abends bildete. Außer Claude Debussy und Charles Koechlin, beide um 1900 kompositorisch tätig, brachte das Oh-ton-ensemble ausschließlich Komponisten aus den Geburtsjahrgängen 1931 bis 1982 zu Gehör.

Keiko Murakami (Flöte), Mark Lorenz Kysela (Saxofon), Steffen Ahrens (Gitarre), Thomas Hell (Klavier), Michael Pattmann (Schlagzeug) und Marie Schmit (Violoncello) vereinten gekonnt den musikalischen Zeitsprung von gut 100 Jahren, zwischen denen aber Welten zu liegen schienen.

Da konnte sich Hans-Joachim Hespos (*1938) persönlich sein Jugendwerk „für cello solo“ anhören, das Marie Schmit mit spannungsgeladenen Pausen auskostete. Eckart Beinke (*1956) moderierte zudem noch informativ über seine Komponisten-Zeitgenossen. Seine „chiffren haltbarer Zustände“ verströmten angenehme Ruhe, wobei Flöte und Percussion tonlich die Rollen zu tauschen schienen.

Johann Kreidlers (*1980) „Stil 1e“ ging in Verbindung mit Elektronik unter die Haut, hauchte aber fragil aus. Als präzise Lautmalerei verblüffte dagegen „Shopping 4“ von Michael Maierhof (*1956) mit drei präparierten Luftballons. Und wiederum kontrastreich floss „ever present“ von Alvin Lucier (*1931) in sanftem Fluss dahin, bis der „Rundumschlag“ von Brigitte Muntendorf mit Spielspaß das verwirrte Publikum zum Empfang in den ersten Stock des Rathauses entließ.

Bemerkenswert blieb bei diesem fremdartigen Programm auch die Einfügung von „Masques“ und „Sphinx“ von Claude Debussy sowie die brillante „Epitaphe de Jean Harlow“ von Charles Koechlin.

Den Musikern sei Dank für die engagierte und musikalische Umsetzung zeitgenössischer Musik, die sich wohl schwer zu erschließen vermag, aber gerade deshalb mehr Aufmerksamkeit verdiente.

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