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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Wo Kinder schmieden lernen

10.06.2014

Wildeshausen In der Westerstraße knallt der Hammer auf den Amboss, auf dem Marktplatz entspannen die Menschen bei gekühlten Getränken und Sonnenschein und in der Huntestraße rattert neben historischen Traktoren die Kartoffelsortiermaschine. Dazwischen allerhand Kunst und in den Straßen Musik. Es ist wieder Kunst- und Handwerkermarkt beim diesjährigen Gildefest.

An beiden Pfingstfeiertagen lockte der wolkenlos blaue Himmel ab 11 Uhr mehrere tausend Besucher in die Innenstadt von Wildeshausen. Ein Gewitterschauer am Sonntag legte das Marktreiben kurzzeitig still, doch kurz darauf ging der Trubel weiter. Denn ein Hauch von Geschichte wehte an beiden Tagen durch die Straßen. Berufe wie Drechsler, Seiler, Besenbinder, Schmied, Filzer, Holzschuhschnitzer und Fischräucherer sind heute längst nicht mehr alltäglich.

Eine besondere Rolle auf dem Markt spielt die Holzverarbeitung. Es wurden Spitzen- und Klöppeltechnik, Holzspielzeug, das Flechten von Stühlen und das Spinnen gezeigt. Eine Besonderheit im Holzsegment sind die geschnitzten Gildemännchen. Uwe Dölemeyer und Gerrit Finke verkaufen ihre hölzernen Gildefiguren seit 2002. Jedes Jahr präsentiert die Figur ein anderes Amt. Beim diesjährigen Markt gab es Musiker aus dem Spielmannszug Wildeshausen in den bekannten rot-blauen Uniformen und mit Lyra oder Flöte in der Hand. Ein weiterer Höhepunkt im Holzbereich, aber etwas moderner, waren die zwei Sägekettenschnitzer. Aufgrund der guten Resonanz im vergangenen Jahr zeigten sie sich an beiden Tagen.

Neben den Holzprodukten konnten auch Schneidereiarbeiten und die Steinbildhauerei begutachtet werden. An den meisten Ständen durften die Besucher nicht nur schauen, sie konnten auch oft die gerade gefertigten Produkte kaufen. Wie zum Beispiel Honig frisch vom Imker oder frische Produkte aus dem Wasser vom Fischereiverein Wildeshausen. Schmuck, Stickereien, Dufthölzer, Ponyreiten, Karussellfahren und Wasserspeier sorgten für Aufmerksamkeit.

Landwirtschaftlich bot sich die Huntestraße dar. Dort standen mehrere historische Traktoren der Wildeshauser Treckerfreunde „Weiße Riede“. Unter dem Motto „Von der Kartoffel bis zum Puffer“ konnte man die Verarbeitung des Erdapfels nachverfolgen. Die dafür notwendige Kartoffelsortiermaschine war nicht zu überhören.

Pünktlich um 14 Uhr wurde es dann am Montag laut in der Westerstraße: Die Showparade des „Starriders Drum & Bugle Corps“ begann. Mit knallendem Drum-Sound, schwungvoller Blasmusik und bunten Uniformen belebten die Musiker aus Bad Münder am Deister die Westerstraße zu einer Flaniermeile. Dazu spielte auch am Montag wieder das Musikkorps Wittekind aus Wildeshausen. Um den historischen Hauch in den Straßen auch am restlichen Nachmittag zu erhalten, spielte eine Drehorgel.

Kulinarisch versorgten zahlreiche Stände die Besucher des Marktes auf vielfältige Weise. An mehreren Bierbuden konnten sich die Besucher des Marktes abkühlen. Damit auch der Hunger gestillt werden konnte, versorgten mehrere Bratwurst- und Fischbuden die Gäste.

Die NWZ  präsentierte wieder einmal ihren I-Pad-Tresor. Die Besucher hatten durch das Eintippen einer beliebigen Zahlenkombination die Möglichkeit, ein I-Pad mini zu gewinnen.

Aber auch am Montag wurde der Himmel schlagartig ab 16.40 Uhr dunkel. Ein Gewitterschauer beendete den Markt dann vorzeitig.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-landkreis 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwztv.de/landkreis 
Heiner Elsen
Friesoythe
Redaktion Münsterland
Tel:
04491 9988 2906

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