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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Nur mit guter Laune Gesichter malen

20.12.2018

Wohlde /Oldenburg Größer, offensiver, lauter – das ist nicht sein Ding. Eher das Gegenteil. Klein, heimelig und natürlich – so wirken die Holzspielwaren-Verkaufshütten, mit denen Jens Moysich aus Wohlde auf Weihnachtsmärkten zu finden ist. In Oldenburg erhielt der 48-Jährige jetzt die Bestätigung, dass seine Gestaltungs-Ideen gefallen: Von den Lesern der NWZ wurde sein Stand zum schönsten auf dem Lambertimarkt gewählt.

Dass hinter der Gestaltung auch eine Lebenseinstellung steht, wird schon bei der Auswahl der Deko klar. „90 Prozent haben Kunstgirlanden an ihren Ständen“, schätzt der Kunsthandwerker. Da gehe das Schmücken schnell und sei kostengünstig. Doch darauf kommt es ihm nicht an: „Ich geh’ hier in Wohlde zum Hof Witte und hol’ mir echtes Tannengrün. Das ist CO2-neutral, es ist Natur.“

Nur Holz aus der Region

Ressourcen schonen, nachhaltig und mit regionalem Holz arbeiten – das ist dem Kunsthandwerker auch bei seinen Produkten wichtig. Holzspielzeug bietet er an, zum Beispiel Kinder-Namensstempel oder Hüpffiguren, auch Kindergarderoben. Hinzu kommt ein (kleinerer) Anteil zugekaufter Waren. Ein dogmatischer Verfechter von Bio sei er nicht – „aber die Richtung muss stimmen“.

Rückblick. Zunächst hatte der gebürtige Berliner Jens Moysich eine Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik absolviert. Doch ein Arbeitsleben lang in der Lebensmittelkontrolle tätig sein, das wollte er nicht. In jungen Jahren hatte er bei einem Clownstheater mitgemacht, im Zivildienst mit dem Awo-Spielmobil Spielefeste organisiert. Sein Beschluss: „Ich will selbstbestimmt arbeiten.“

In das Arbeiten als Kunsthandwerker sei er quasi „reingewachsen“. Als einer seiner Freunde sich für Töpfern und ein anderer sich für die Glasbläserei entschied, habe er sich gesagt: „Dann mach’ ich was mit Holz“, damit habe er immer gern gearbeitet. Das sei vor 25 Jahren gewesen.

Früher, so sagt Moysich, habe er mit seinen Angeboten etwa 25 Märkte im Jahr besucht. Als daheim Nachwuchs kam, habe er mehr Zuhause gearbeitet. Heute sei er im Sommer auf fünf Kunsthandwerkermärkten, Landpartien oder historischen Festen, im Winter dann auf den Weihnachtsmärkten in Oldenburg und Bremen (wo sein Stand auch schon ausgezeichnet wurde). Parallel beliefert er ein paar Geschäfte mit Stempeln.

Wohlfühlen wichtig

Seine Hütte versteht Moysich als Aktions- und Spielestand – „man kann ja nichts kaputt machen“. Wichtig sei ihm, dass sich die Menschen wohlfühlen. „Das ernährt einen über den Tag.“

Ob es ein Rezept für einen „anziehenden“ Stand gibt? „Da muss der Anspruch da sein, dass es der beste Stand werden soll“, ist Moysich überzeugt. Zweitens müsse man „seine eigene Schallgrenze kennen“, statt immer mehr lieber bessere Dinge fertigen. Ihm selbst komme drittens entgegen, dass er einen Bezug zu seinen Produkten habe – deren Weg er vom Aussuchen des Rohholzes bis zum Verkauf selbst prägt. 

Und schließlich müsse man wissen, dass sich der Spaß am Fertigen im Produkt widerspiegele: „Ich male Gesichter nur, wenn ich gute Laune habe."

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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