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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Konzert: Wohnzimmer mit Pianisten und Poeten

24.06.2014

Munderloh Das Wohnzimmer wurde zum Konzertsaal. Zu einem außergewöhnlichen Ereignis hatten Ulrike und Erich Biebert am Sonnabend nach Munderloh eingeladen. Neben der 20-jährigen Pianistin Vera Andrianova aus St. Petersburg begrüßte der Hausherr den Slavistik-Dozenten Dr. Gerd Zimmermann aus Göttingen. Ihm war es vorbehalten, mit der „Liebesgeschichte aus Masuren“ von Siegfried Lenz den literarisch-musikalischen Abend zu eröffnen.

In ostpreußischer Mundart erzählte er die Geschichte von Joseph Waldemar Gritzan, einem großen, schweigsamen Holzfäller, der von der Liebe heimgesucht wurde und nicht nur ein mageres Pfeilchen von Amor im Rücken sitzen hatte sondern, seiner Branche angemessen, von einer ausgewachsenen Rundaxt in dem Augenblick getroffen wurde, als er Katharina Knack zu Gesicht bekam.

Den musikalischen Auftakt gestaltete die Absolventin des Klavierstudiums am Konservatorium in St. Petersburg und mehrfache internationale Preisträgerin verschiedener Klavierwettbewerbe mit der Klaviersonate a-Moll, D784, Opus 143 von Franz Schubert. Wie Andrea Andrianova, die Stiefmutter der Pianistin, einführte, habe der Komponist dieses Werk 1823 im Alter von 26 Jahren nach einer mehrjährigen Schaffenspause geschrieben. Es folgte das Rondo in D-Dur, KV 184 von Wolfgang Amadeus Mozart und – zur Überraschung der Musikfreunde und als „Geschenk“ an die Gastgeberin – in der Bearbeitung für Flöte und Klavier gemeinsam mit der Solistin Janneke Hünger.

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Die folgende Sonate Nummer 5 in C-Dur schrieb Sergei Prokofjew 1923 in Paris und überarbeitete sie als Opus 135 in den Jahren 1951/1952 als letztes Werk vor seinem Tode, teilte Andrea Andrianova mit. Auch dieses Werk spielte die junge Pianistin mit großer Ausdrucksstärke und atemberaubender Virtuosität ohne Notenvorlage.

Einen ernsten Ton erhielt der ansonsten humorvolle Abend durch die Erinnerung an den Tag des Überfalls auf Russland vor genau 70 Jahren mit dem Vortrag der Gedichte von Konstantin Simonow „Wart auf mich, ich komm zurück“ und von Berthold Brecht „An die Nachgeborenen“.

Großen Applaus erhielten alle Akteure nach der abschließenden „Etude tableau“ in cis-Moll, Opus 39 von Sergej Rachmaninov.

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