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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Klosterfreunde: Wolfgang Schaller übernimmt das Ruder

27.10.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-10-27T09:27:03Z 280 158

Klosterfreunde:
Wolfgang Schaller übernimmt das Ruder

Hude Am Ende ging am Dienstagabend in der Klosterschänke Hude alles ganz schnell: Wolfgang Schaller erhielt bei nur einer Enthaltung das Vertrauen der Mitglieder des Vereins „Freunde des Klosters Hude“ für den Posten des Ersten Vorsitzenden. Ebenso einstimmig bei einer Enthaltung wurde Prof. Klaus Rademacher zum Zweiten Vorsitzenden gewählt. Damit war das Ziel der außerordentlichen Mitgliederversammlung erreicht: Der Verein kann nun wieder einen geschäftsfähigen Vorstand im Amt vorweisen.

Was in wenigen Sätzen dargestellt ist, bedeutete aber umfangreiche Vorbereitungen. Nachdem Gabriel Theermann nach zehnjähriger Amtszeit als Vorsitzender im März während der ordentlichen Versammlung nicht mehr erneut kandidiert hatte und im Sommer die Zweite Vorsitzende Elge Gerdes-Röben verstarb, standen die Freunde des Klosters Hude plötzlich ohne führenden Vorstand da.

Personalkrise gemeistert

„Alles verharrte zunächst in einer Art Schockstarre. Doch die schwierige Situation konnte dank verlässlicher Kräfte aus dem Verein gemeistert werden“, erklärte Theermann, der an dem Abend die Moderation übernommen hatte und darüber hinaus auch noch als Wahlleiter fungierte.

Eine dieser tragenden Säulen sei Klaus Rademacher, betonte der ehemalige Vorsitzende der Freunde des Klosters weiter und übergab den Platz am Rednerpult an den Architekten Prof. Klaus Rademacher, der in seinem Vortrag „Die Ruine ist (k)eine Kletterwand“ den gegenwärtigen Zustand und einen Ausblick um die Erhaltung und Entwicklung des ehemaligen Klosterbereichs Hude aufzeigte. Auf 300 Druckseiten hatte Rademacher das zusammengetragen, was den Bestand des Klosterbereichs und die langjährige Arbeit des Vereins ausmacht.

Ziel des 1980 gegründeten Vereins, damals mit Bürgermeister Hartmut Stöver und Gemeindedirektor Ingo F. Heinemann an der Spitze, sei die Erhaltung und Dokumentation des ehemaligen Klosterbereichs, sowie die Vermittlung der Geschichte und des Einflusses des Zisterzienserklosters auf die Entwicklung des Ortes und in der Gegenwart.

Über 10 000 Besucher

Laut Rademacher würden mehr als 10 000 Besucher jedes Jahr das Klostermuseum besuchen, an Führungen teilnehmen, den Aufführungen während des Kultursommers beiwohnen, sich bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen mit dem Kloster befassen, im Klosterbereich heiraten oder auf anderem Wege mit dem Kloster in Hude in Kontakt kommen.

„Dies ist in erster Linie Erfolg unserer Klosterführerinnen und des Saaldienstes. Sie haben den direkten Kontakt mit den Leuten. Sie sind Werbeträger. Immer: im Sommer und Winter“, erläuterte Rademacher. Deshalb regte er auch an, künftig einen vernünftigen Raum für diese Aushängeschilder bereitzustellen. Ohne sie sei der Verein gar nichts.

Neue Mitglieder werben

„Außerdem müssen wir unseren Altersschnitt senken und die Mitgliederzahlen erhöhen“, betonte der neue Vorsitzende Wolfgang Schaller. Jüngst traten nach dem Burgfest 13 Neumitglieder in den Verein ein. In Gesprächen mit den bei diesem Fest als Mönche auftretenden Mitgliedern, habe man viele offene Ohren gefunden. „Darauf müssen wir aufbauen, über uns reden und werben“, erklärte der Vorsitzende. „Es gibt viele Menschen, die zu uns wollen. Wir müssen sie nur ansprechen“, war sich Schaller sicher. Dazu gehöre auch „Der Klosterbote“, der als Informationsschrift des Vereins dient und verschiedene Veranstaltungen – wie beispielsweise im Dezember die erste Teilnahme am „Lebendigen Adventskalender“ im Klostersaal.

Aufgaben verteilt

Damit sind die Aufgabengebiete der beiden Vorsitzenden klar. Während sich Wolfgang Schaller um Öffentlichkeitsarbeit und Außenwirkung bemühen wird „und den ganzen Rest“, wie es Rademacher nannte, kümmert sich der Zweite Vorsitzende um die Umsetzung von Pflege und Erhaltungsmaßnahmen und neuen baulichen Angeboten.