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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Mein lieber Herr Gesangsverein – was für Stimmen

06.03.2018

Wüsting Mit dem Vereinslied „Froher Gesang“ läutete der Männergesangverein (MGV) Wüsting am Sonntag seinen alljährlichen Konzertnachmittag im Wüstenlander Hof in Wüsting ein. Das 1974 vom ehemaligen Chorleiter Karl-Heinz Langkrär komponierte und getextete Werk eröffnete den Liederreigen, den auch drei Gastchöre mitgestalteten.

Chöre in Wüsting zu Gast

MGV-Vorsitzender Gerd Claußen begrüßte die Gäste, zu denen die Mitglieder des Männergesangvereins Harmonie Lintel unter der Leitung von Ulrike Biebert, des Männerchores Osternburg-Drielake unter der Leitung von Sonja Manderbach sowie erstmals des Gesangvereins Neusüdende unter Leitung von Elisabeth Wehking gehörten. Der Wüstinger Männerchor wird seit neun Jahren von Klaus Johanning aus Oldenburg dirigiert.

Claußen versäumte es nicht, eine kleine Abordnung des Gemischten Chores Bäke aus Berne gesondert zu erwähnen. Der Verein sei mit dem Wüstinger Männerchor seit vielen Jahren eng verbunden. Aufgrund seiner mittlerweile zu geringen Mitglieder singe der gemischte Chor allerdings nicht mehr aktiv. „Umso mehr freuen wir uns über eure Teilnahme an unseren Veranstaltungen“, sagte Gerd Claußen in Richtung der Sängerinnen und Sänger aus Berne an diesem Nachmittag in Wüsting.

Musikgeschichte

Einen kleinen Exkurs in die Musikgeschichte leitete der Vorsitzende des MGV Wüsting mit der Frage ein „Weiß jemand hier im Saal, was der Spruch ,Mein lieber Herr Gesangverein bedeutet‘?“ Die Gäste lieferten keine Lösungsvorschläge.

Gerd Claußen hatte herausgefunden, dass sich eine Wissenschaftlerin von der Universität Tübingen mit diesem kniffligen Thema beschäftigt. „Sicher ist nur, dass die Redensart nach der Gründung des Vereinswesens im 19. Jahrhundert entstanden sein muss“, berichtete Sangesbruder Claußen. Der Spruch gelte als Ausruf der Verwunderung, des Erstaunens, der Verärgerung, der Anerkennung, der Verblüfftheit und der Überraschung, erklärte der MGV-Vorsitzende weiter.

Weitere Theorie

Es gebe aber noch eine andere Theorie: Der Spruch soll vom Deutschen Kaiser Wilhelm I. im Jahr 1872 in einer öffentlichen Rede gefallen sein, als seine Majestät seinem persönlichen Hofdiener und Freund namens Karl-Heinz Gesangverein für dessen langjährige Treue gedankt habe. Gerd Claußen: „Die Rede schloss mit den Worten: Auch Ihnen möchte ich ganz besonderen Dank aussprechen, mein lieber Herr Gesangverein.“

Wie dem auch sei: An diesem Nachmittag im Wüstenlander Hof dürfte so mancher Zuhörer seiner Freude und Begeisterung über die Sangeskunst der auftretenden Chöre mit dem Satz „Mein lieber Herr Gesangverein“ Ausdruck verliehen haben.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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