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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Zärtliche Annäherung an Kindheitstage

02.01.2014

Wildeshausen Nein, ein musikalischer Jahresrückblick war es diesmal nicht. „Alles beim Alten“, befand Ralf Grössler die Großwetterlage in Deutschland. Selbst bei der Bundestagswahl habe man irgendwie keine Gänsehaut gespürt – „außer Sie sind bei der FDP“. Folglich ließ er im traditionellen Silvester-Konzert mit Ehefrau Dagmar Grössler-Romann das Jahr 2013 außen vor und widmete sich ganz dem angekündigten Thema „Zurück in die Kindheit“. Das gelang vortrefflich, genauso festlich, romantisch und meditativ wie gewohnt, zudem erstmals bereichert um den beeindruckend illuminierten Altarraum. 350 Zuhörer genossen das eineinhalbstündige Konzert in der Alexanderkirche und bedankten sich mit starkem Applaus.

Ralf Grössler eröffnete den Abend an der Orgel mit dem Präludium C-Dur von Bach. Es war ein Ausflug in die eigene Kindheit, wie er später verriet. „Das war das erste Stück, das ich halböffentlich mit 13 Jahren im Frühjahr 1972 gespielt habe. Ich war so stolz“, erinnerte er sich ans Vorspielen am Vortag seiner Konfirmation vor der Familie.

Die anderen vier Stücke auf der Orgel: Sie klangen ungewohnt und doch bekannt. Nach und nach löste Grössler, nun am Klavier im Altarraum neben seiner Frau Dagmar am Vibraphon, die Rätsel der populären Melodien, die noch heute in jedem Kinderzimmer erklingen. Eine Insel mit zwei Bergen aus der Augsburger Puppenkiste, der Pumuckel, ein Song aus der Muppet-Show und das Sandmännchen – letzteres erst am Ende des Konzerts vorgestellt.

Der Räuber Hotzenplotz war für den jungen Ralf Grössler ein großes Erlebnis. „Da war der Kasper noch ein Kasper“, sagte er und schwärmte von der Kinderfunk-Version Anfang der sechziger Jahre. Seit Jahren bemühe er sich darum, diese Aufnahme noch einmal zu bekommen.

„Weißt Du noch, damals“ stimmte der Kantor der Kirchengemeinde sodann an. Erinnerungen wurden wach an eine Kindheit ohne pädagogisch wertvolles Spielzeug, ohne Nintendo und Handy, sondern ganz viel draußen und zusammen mit Freunden. „Keiner hat Facebook und Twitter vermisst“, lautet eine Zeile. Melancholie und sentimentale Stimmung pur.

Mit munteren Klassikern wie „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ und „Miss Mabel“ von Heinz Ehrhardt kam aber auch die heitere Seite nicht zu kurz. Schließlich wurde es am Silvesterabend in der Kirche sehr kuschlig: „So bin ich ohne dich“, „Knowing you“ und ein Lied aus 2013, „Auf dem Weg durch die Nacht“, sorgen dafür. Mit Sandmännchen und – längst ein Klassiker für dieses Konzert – dem Abendsegen von Hänsel und Gretel endete der Abend. Ein guter Abschluss für 2013.

Ulrich Suttka
Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2702

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