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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

KIRCHE: Zu Weihnachten muss alles perfekt sein

24.12.2009

WILDESHAUSEN Die Christrose hat er gerade aus der Kälte ins Warme geholt. „Die darf noch kein Wasser“, sagt Manfred Uhl, während er die frisch gepflanzten „Flammenden Käthchen“ an der Weihnachtskrippe in der schmückten Kirche gießt. Nun fällt der Stress der vergangenen Tage von ihm ab. Das Fest kann kommen. Für Waltraut und Manfred Uhl, das Küsterehepaar der katholischen St.-Peter-Gemeinde in Wildeshausen, ist es das letzte Weihnachtsfest in dieser Funktion. Ende Januar geben sie ihre Ämter ab.

Gerade im Advent sind sie gefragt: Weihnachtsbaum aufstellen und schmücken, Krippenszene arrangieren, Kirche säubern, Kerzen organisieren und vieles mehr. „Nicht jeder sieht, dass Gewänder oder Tischdecken regelmäßig gereinigt werden müssen“, sagt Waltraut Uhl. „Trotz der vielen Arbeit war es eine schöne Zeit“, ergänzt ihr Mann.

Aktiv im Pfarrgemeinderat

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Genau 15 Jahre und drei Monate war der ehemalige Standort-Feldwebel der Wittekindkaserne als Küster tätig. Als er 1994 vom damaligen Pastor Heinz Holtmann gefragt wurde, habe er sofort zugesagt, erinnert sich der 64-Jährige. Die Zahl der freien Wochenenden sei zwar überschaubar gewesen. aber: „Es hat sich gelohnt.“ Uhl war 22 Jahre lang Mitglied im Kirchenchor St. Peter. Ebenso lange engagierte er sich im Pfarrgemeinderat. Die Gläubigen schenkten ihm mehrfach mit großer Mehrheit das Vertrauen. Mehrere Jahre saß Uhl dem Gremium auch vor. Er begleitete zahlreiche Umbau- und Renovierungsmaßnahmen. Seit Rat ist oft gefragt – auch beim Pfarrer.

Aufbau dokumentiert

„Schön war auch die Jugendarbeit“, erinnert sich der gebürtige Uerdinger. Dazu gehörten zehn Jahre lang die Ausbildung der Messdiener oder seit 1992 die Mitgestaltung der Sternsingeraktion. Dies will er noch zwei Jahre lang fortführen, allerdings nicht in leitender Funktion.

Bereits seit 30 Jahren engagiert sich Waltraut Uhl (63) in der Gemeinde St. Peter. Ob Kinderliturgiekreis mit Maria Ertelt und Mechthild Bramlage, Vorbereitung der Kinder zur Erstkommunion und zur Firmung, Messdienerzeltlager oder Weltgebetstage der Frauen: Die Wildeshauserin packt stets mit an. Sie ist Lektorin in der Kirche und der Krankenhaus-Kapelle. Im Oktober 2008 übernahm sie auch den Küsterdienst in der Kapelle – immerhin rund 160 Einsätze pro Jahr. Ganz abgesehen von den gemeinsamen Blumendiensten mit Monika Meyer oder der Vorbereitung und Durchführung der Wortgottesdienste zur Fastenzeit. Im Kirchenchor sang Waltraut Uhl von 1987 bis 2004.

Zur Krippe hat Uhl eine besondere Beziehung: „Weil unsere Gemeinde während der Kirchensanierung die Alexanderkirche nutzen durften, haben wir die alte Krippe der evangelischen Gemeinde geschenkt.“ Für die St.-Peter-Kirche wurde vor zehn Jahren eine neue Krippe angeschafft. „Pastor Holtmann sagte damals gleich: Ich spende den Ochsen“, erinnert sich der Küster. Mit viel Liebe baut er seitdem jedes Jahr die Krippe auf. „Es ist nicht ganz einfach, Baumrinde für den Stall zu bekommen,“ so Uhl, der als Perfektionist gilt. Die einzelnen Stationen des Krippenaufbaus dokumentierte er in Bildern. Im Notfall hätte auch ein Ersatzmann die Arbeit machen können. Der Fall trat nicht ein: Die Uhls fehlten seit 1994 nie zu Weihnachten. Der Nachfolger als Küster, Hartmut Huntemann, profitiert von dem Know-how.

Am 24. Januar will die katholische Kirchengemeinde ihr Küsterehepaar offiziell verabschieden. Für die Zeit danach gibt es noch keine Pläne. „Sabbat“, nennt das Manfred Uhl, „mal sehen, ob wir das aushalten.“ Bislang gab es nur ein freies Wochenende pro Quartal. Nun haben die Uhls auch mehr Zeit für ihre drei Kinder sowie die vier Enkelkinder. Waltraut Uhl will sich wieder stärker um die Lourdes-Wallfahrten kümmern. Im Gottesdienst wird man das Paar wohl weiterhin sehen – allerdings entspannt in der Kirchenbank.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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