Hude - Ein Herzensprojekt von Martin von Maydell soll ab Freitag, 14. April, im Kulturhof Hude (Parkstraße 106) wieder aufleben: Er wagt mit einem Kinder- und einem Jugendchor den Neustart eines schmerzlich vermissten Angebots in der Begegnungsstätte.
Sprachförderung
Viele Jahre gehörten die Kinder- und Jugendchöre zum festen Bestandteil des Kulturhofes. Als von Maydell sie 1990 gegründet hatte, gehörten sie zu den ersten Angeboten der Begegnungsstätte. Nach einer Unterbrechung wollte der Huder im Januar 2020 wieder mit den Kinderchören an den Start gehen – doch dann kam Corona. „Im März war dann erst einmal Schluss“, sagt er. Der Andrang sei jedoch beim letzten Neustart so groß gewesen, dass für ihn klar war, einen weiteren Versuch zu wagen, sobald es geht.
Dass die Chöre dringend gebraucht werden, sind sich von Maydell und Anja Peters, Präventionsbeauftragte in der Gemeinde Hude und Leiterin des Kulturhofes, sicher. Denn nach der langen Zeit, in der Kinder aufgrund von Corona-Maßnahmen auf diverse außerschulische Aktivitäten verzichten mussten, sei es nun an der Zeit, Verlorenes aufzuholen. „Die Chorarbeit ist ja nicht nur das Singen“, sagt Peters. Vielmehr würde durch sie unter anderem der Spracherwerb und das soziale Lernen gefördert werden.
Zwei Gruppen
Den Auftakt begeht von Maydell am Freitag, 14. April. In zwei Gruppen wird er dann Kinder aus dem Gemeindegebiet altersgerecht unterrichten. Die erste Gruppe – bestehend aus Kindern im Alter von vier bis acht Jahren – trifft sich von 16 bis 16.45 Uhr. Das Besondere an diesen Stunden ist, erklärt von Maydell, dass sie vor allem spielerisch gehalten werden. Von Maydell: „Hier geht es hauptsächlich darum, Spaß zu haben.“
Nach der Kinder-Gruppe trifft sich der Jugendchor von 16.45 bis 17.45 Uhr. Mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von neun bis 14 Jahren geht von Maydell in die Theorie. „Dann kommen auch Notenzettel zum Einsatz“, sagt er. Die Gruppe erlernt dann das Notenlesen. Von Maydell: „Vorwissen ist aber nicht erforderlich. Das lernen wir alles hier.“ Auch will er die Mehrstimmigkeit und das Singen im Kanon einüben. Denn nach dem Jugendchor könnten die Teilnehmer gut gerüstet nahtlos in den Erwachsenenchor „TonArt“, den von Maydell auch seit vielen Jahren leitet, übergehen – und das ist gar nicht so selten.
Nahtloser Übergang
Denn im Erwachsenenchor sind Mitglieder, die von Maydell bereits im Kinderalter unterrichtet hat. „Wenn sie eine Ausbildung oder ein Studium beginnen, verlassen sie dann zumeist den Chor. Aber das ist ja ein gutes Zeichen, wenn nur die Ausbildung der Grund ist“, sagt er und muss dabei schmunzeln. Einige finden nach der Ausbildung dann auch wieder den Weg zurück in den Chor.
Doch bis das für die Teilnehmer der neuen Kinder- und Jugendchöre ein Thema sein wird, wird es noch einige Zeit dauern. Interessierte haben erst einmal die Möglichkeit, kostenlos in die ersten Stunden hineinzuschnuppern. Eine Teilnahme kostet später monatlich 10 Euro und ist für ein halbes Jahr erst einmal verbindlich. Die Familien-Sozialcard lässt sich auf dieses Angebot anrechnen. Für Anmeldungen und weitere Informationen steht von Maydell unter 04408/809 802 oder per E-Mail an martin-von-maydell@gmx.de zur Verfügung.
