Ganderkesee - „Hört einfach zu, was unsere Redner euch zu sagen haben!“, forderte Johannes-Peter Iber zum Auftakt der Kundgebung der „Initiative Ganderkesee für Demokratie“ am Sonntagnachmittag auf dem Ganderkeseer Marktplatz. Der Appell richtete sich an den Landesausschuss „Courage gegen Rechts“ der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Dieser hatte dem Aufruf des Bündnisses im Vorfeld unter anderem unterstellt, sich nicht explizit genug von der AfD zu distanzieren. Das sei „absoluter Humbug“, betonte Iber.
Nach der rund einstündigen Kundgebung „pro Demokratie“, die von 15 örtlichen Organisationen unterstützt wurde, war Ibers jedoch Unmut verflogen. Er freute sich über die Resonanz. Geschätzt 250 bis 300 Zuhörer waren gekommen, darunter zahlreiche Vertreter der Politik. Dem Wunsch der Veranstalter, auf Parteiflaggen und -logos zu verzichten und als Privatpersonen an der Kundgebung teilzunehmen, wurde entsprochen.
„Alternativen sollten erschaudern lassen“
Dass Demokratie und Vielfalt „mitunter anstrengend“ seien, machte Bürgermeister Ralf Wessel in seiner Rede deutlich. Als Beispiele nannte er die manchmal zähe Entscheidungsfindung in der Kommunalpolitik oder die Herausforderungen, die es mit sich bringe, wenn Menschen aus 93 Nationen in einer Gemeinde zusammenlebten. „Und doch sollten uns die vermeintlichen Alternativen zur Demokratie – gerade mit Blick auf autoritäre Staaten wie Russland – erschaudern lassen“, so der Verwaltungschef. Er sei froh, in einer Gesellschaft zu leben, „in der die unterschiedlichen Meinungen nicht nur geduldet, sondern sogar erwünscht“ seien. Extremismus und Intoleranz hätten in Ganderkesee keinen Platz. Wessel schloss mit dem Appell, die freiheitlich demokratische Grundordnung mit vereinten Kräften zu schützen.
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline Schulz
In Ganderkesee hatte die "Initiative Ganderkesee für Demokratie" zu einer Kundgebung für eine friedliche, bunte und solidarische Gesellschaft gebeten.
Karoline SchulzLandrat Dr. Christian Pundt räumte in seiner Rede ein, dass auch ihm in der Bundespolitik mitunter „der rote Faden“ fehle. Doch sei er froh, in einem Land zu leben, in dem niemand Angst haben müsse, für die Teilnahme an einer Demonstration verprügelt zu werden. Diejenigen, die „einfache Lösungen für schwierige Themen“ versprächen, kritisierten zwar vollmundig. „Aber wie sie es machen wollen, sagen sie nie!“, so der Chef der Kreisverwaltung.
In Sorge um Menschen mit Behinderung
Als ökumenisch beauftragte Sprecherin der Kirchen in Ganderkesee sprach Ruthild Steinert, Pastorin der ev.-meth. Kirche in Bookholzberg. Eigentlich halte sich die Kirche aus parteipolitischen einseitigen Stellungnahmen heraus, weil sie für Menschen ganz unterschiedlicher Meinungen da sein wolle. Aber in puncto AfD könne sie das nicht mehr. Steinert sprach zugleich als Mutter eines Sohnes mit Downsyndrom: „Glauben wir doch nicht, dass sich die Ausschlussphantasien rechter Parteien und Organisationen nur auf ,Fremde’ beziehen.“ Auch für die Bedürfnisse von Menschen mit Handicap oder gar diese Menschen selbst werde kein Platz mehr da sein, so ihre Befürchtung.
Ole Günther als Vertreter des „Breiten Bündnisses gegen Rechts“ aus Delmenhorst rief dazu auf, dem Faschismus den Kampf anzusagen. Das Treffen in Potsdam habe die Menschen wachgerüttelt. Inzwischen werde die „Brandmauer gegen Rechts“ ihrem Namen gerecht, so Günther. In der Vergangenheit habe sie „zu viele Löcher“ gehabt. Dass dabei jeder und jede in der Pflicht sei, betonte Jürgen Lüdtke, Vorsitzender des Ganderkeseer Seniorenbeirats und Niedersächsischer Demokratielotse. „Wer sehenden Auges politische Kräfte stärkt, die zur ,Aushöhlung’ unserer freiheitlichen Demokratie beitragen, macht sich mitschuldig“, so Lüdtke.
Rechtes Gedankengut nicht zu unterschätzen, forderte abschließend die Bookholzbergerin Brigitta Logemann, die sich seit 2019 im Bündnis „Omas gegen Rechts“ engagiert, welches gewaltfrei gegen jede Form von Diskriminierung und Extremismus vorgehe. „Die AfD als ,Dummschwätzer’ und ,Spinner’ abzutun, kann ein großer Irrtum sein“, so Logemann. Auch die Nationalsozialisten seien damals nicht ernst genommen worden und ihnen sei keine Zukunft vorausgesagt worden. „Die Geschichte beweist uns das Gegenteil!“
