Die Schicksale junger Menschen, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren, bewegen auch heute noch die Bundeswehrangehörigen, wenn sie vor den Soldatengräbern auf dem Wildeshauser Friedhof stehen. „Sie sind immer wieder erschüttert, wenn sie sehen, wie jung die Gefallenen damals waren“, weiß Oberstabsfeldwebel Werner Schunk vom Logistikbataillon 161 aus Delmenhorst zu berichten. Zwölf Soldatinnen und Soldaten der Nachschubkompanie waren an diesem Dienstag im Einsatz, um die 169 Grabstätten von Gefallenen und Getöteten aus den beiden Weltkriegen zu pflegen und winterfest zu machen. Es wurde Laub geharkt, Moos und Gras entfernt und Heide eingepflanzt. Am Mittag fand zudem eine kurze Andacht mit Militärpfarrer Martin Roth (Bild) statt. Im Jahr 2018 hatte das Bataillon die Patenschaft für die Stadt Wildeshausen übernommen, ein Jahr später begann die Gräberpflege, die allerdings im vergangenen Jahr coronabedingt ausfallen musste. Auch die Spendensammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge führt das Delmenhorster Bataillon wieder in Wildeshausen durch. Am Sonnabend, 6. November, startet die Aktion, die dann bis Donnerstag, 11. November, läuft.
Delmenhorster Logistikbataillon im Einsatz auf dem Wildeshauser Friedhof Kurze Andacht bei der Soldatengräberpflege
Militärpfarrer Martin Roth hielt eine kurze Andacht mit den Soldatinnen und Soldaten vor den Kriegsgräbern auf dem Wildeshauser Friedhof.
