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Für Bundesentscheid qualifiziert Huder Brüder gewinnen Landschaftsgärtner-Cup auf Landesgartenschau

Die glücklichen Sieger: Thies Herrmann (Garten- und Landschaftsbau Uwe Herrmann, 2. von links) und neben ihm sein Bruder Lennert Herrmann (Gärtner von Kimmen OHG) mit Ehrengast Frauke Heiligenstadt (links, Bundestagsabgeordnete der SPD) und Harald Kusserow (rechts, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau)

Die glücklichen Sieger: Thies Herrmann (Garten- und Landschaftsbau Uwe Herrmann, 2. von links) und neben ihm sein Bruder Lennert Herrmann (Gärtner von Kimmen OHG) mit Ehrengast Frauke Heiligenstadt (links, Bundestagsabgeordnete der SPD) und Harald Kusserow (rechts, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau)

Verband GaLaBau Niedersachsen-Bremen/Kaffee, Milch & Zucker

Hude/Ganderkesee - Zwei aufregende Tage liegen hinter dem 19-jährigen Lennert Herrmann und seinem 20-jährigen Bruder Thies Herrmann aus Hude. Sie haben den 26. Landschaftsgärtner-Cup der Landesgartenschau in Bad Gandersheim gewonnen. Als Team sind sie zusammen angereist – Lennert Herrmann als Azubi des Huder Garten- und Landschaftsbauunternehmen „Gärtner von Kimmen OHG“ und Thies Herrmann als Azubi des elterlichen Unternehmens „Garten- und Landschaftsbau Uwe Herrmann“. Sie setzten sich gegen 17 weitere Teams durch und qualifizierten sich mit ihrem Sieg für die Bundesgartenschau im September.

Dritter Platz geht nach Ganderkesee

Gleich zwei Teams aus dem Landkreis Oldenburg zeigten ihr Können beim 26. Landschaftsgärtner-Cup der Landesgartenschau in Bad Gandersheim. Denn auch die Ganderkeseer Auszubildenden Merle Janssen und Jan-Silas Krüger vom Garten- und Landschaftsbau Kreye ergatterten sich einen Platz auf dem Treppchen: Sie erzielten den dritten Platz. Auch ein zweites „Kreye-Team“ mit Thorben Rode und Leon Judwerschat ging im Wettbewerb an den Start. Sie holten den elften Platz. Mit den Ergebnissen ist ihr Ausbilder und Gärtnermeister Thorsten Riedebusch sehr zufrieden. Denn alle vier Azubis sind erst im zweiten Lehrjahr, erklärt er, und konnten dennoch mit ihren Mitstreitern mit zum Teil mehr Berufserfahrung mithalten. Zudem richtet er seine Glückwünsche an die Erstplatzierten. „Es ist super, dass die Gewinner aus dem Landkreis kommen“, sagt er. Denn den Cup zu gewinnen, sei immer wieder ein besonderes Erlebnis, erklärt er. Teams des Ganderkeseer Unternehmens gewannen schon mehrfach den Wettbewerb.

Der zweite Platz ging in diesem Jahr an Nathalie Scholz und Noah-Paul Neugebauer von der „Meyer zu Hörste GmbH“ in Bad Rothenfelde.

Brüder treten an

„Wenn das einer schafft, dann ist das Lennert“, dachte sich Rene Blankemeyer, Geschäftsführer von „Gärtner von Kimmen OHG“. Er kam mit der Idee zum 19-Jährigen – Azubi im dritten Lehrjahr –, am diesjährigen Landschaftsgärtner-Cup teilzunehmen. Dass er den Wettbewerb mit seinem Bruder, der im zweiten Lehrjahr ist, gemeinsam beschreiten will, stand für ihn dabei außer Frage.

Mit seiner Einschätzung lag Blankemeyer richtig. Denn die beiden Brüder behaupteten sich gegen 17 Azubi-Teams aus ganz Niedersachsen – darunter zwei Teams des Ganderkeseer Betriebes „Kreye“. Am ersten Tag galt es für die beiden, fünf Aufgaben an Stationen zu bewältigen, bei denen unter anderem theoretische Kenntnisse gefragt waren. Dazu gehörten die Pflanzenbestimmung, Vermessung, die kreative Gartenplanung in einem 3D-Programm, Kenntnisse über Arbeitssicherheit und der richtige Umgang mit Maschinen.

Aber nicht nur theoretisches Können war im Wettbewerb gefragt. Denn der zweite Tag hatte es in sich: Die Brüder mussten einen kompletten Garten auf neun Quadratmetern gestalten – und das in nur fünf Stunden. „Die Zeit war knapp bemessen. Einige Teams schafften es nicht, ihr Gewerk fertigzustellen“, sagte Blankemeyer.

Anders sah das aber bei Lennert und Thies Herrmann aus. Für die Gestaltung ihres kleinen Gartens verlegten sie unter anderem Klinkersteine und errichteten eine Trockenmauer mit integriertem Hochbeet. Ebenfalls war vorgegeben, Rollrasen, Gehölze, Stauden und Sommerblumen für die Gestaltung zu verwenden. Doch ganz einfach war das nicht. „Die Aufgaben waren schon anspruchsvoll. Das waren Dinge, die man nicht alltäglich macht“, sagte Lennert Herrmann. Doch die beiden Brüder hätten als Team harmoniert, erklärt der 19-Jährige. Herrmann: „Wir haben uns gegenseitig gut ergänzt.“

Jury überzeugt

Was die Herrmanns in den fünf Stunden auf die Beine stellten, überzeugte die Jury. Diese bestand aus Ausbildern, Unternehmern und jungen Fachkräften aus dem Garten- und Landschaftsbau. Auch die Familie der beiden und Lennert Herrmanns Kollegen reisten nach Bad Gandersheim, um die beiden anzufeuern. „Wir nutzten die Gelegenheit für einen Betriebsausflug“, sagte Blankemeyer.

Auch wenn die Brüder ihren Erfolg auf der Landesgartenschau erst einmal sacken lassen können, wird es nicht weniger aufregend für sie. Denn im September treten sie als Team für Niedersachsen auf der Bundesgartenschau in Mannheim an. Unterstützt werden sie vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau.

Christin Hufer
Christin Hufer Redaktion Wildeshausen
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