Landkreis - Während der Ahlhorner SV in der Fußball-Kreisliga Aufsteiger Wüsting deutlich mit 6:1 in Schach hielt, musste der zuletzt erfolgreiche VfL Stenum II in Achternmeer eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Der favorisierte TV Dötlingen kam über ein 1:1 bei Schlusslicht KSV Hicretspor nicht hinaus.
Ahlhorner SV - Sf Wüsting 6:1 (2:1). Die Begegnung gegen den Aufsteiger begann zunächst ausgeglichen, wobei es zunächst keine relevanten Tormöglichkeiten gab. Erst begünstigt durch einen Abwehrfehler der Platzherren erzielten die Wüstinger nach zehn Minuten den Führungstreffer. „Das war eher ein Vorteil für uns, denn für mein Team war das scheinbar ein Weckruf“, stellte ASV-Trainer Liridon Stublla fest. Es dauerte nicht sehr lange, ehe Bassal Ibrahim der Ausgleich gelang und nach einer halben Stunde der Führungstreffer des Gastgebers durch Dekurim Stublla folgte.
„Noch vor der Halbzeitpause hätten wir erhöhen können, aber besonders unser Torjäger Marco Prießner hatte seinen Vorbereitungsschlaf scheinbar nicht beendet und ließ eine Riesenchance zum dritten Tor ungewohnterweise aus“, bemerkte der ASV-Coach. Dass er sich aber auf seinen Knipser, der bereits 16-mal getroffen hat und die Torjägerliste souverän anführt, verlassen kann, bewies Prießner nach dem Seitenwechsel, als er drei Tore erzielte und damit die Sportfreunde fast im Alleingang besiegte. „Mich nervt einfach nur das Gegentor, weil wir in dem Moment nicht bei der Sache waren“, meinte Stublla, der ansonsten mit dem Saisonverlauf zufrieden ist. Tore: 0:1 Hendrik Paradies (10.), 1:1 Bassal Ibrahim (26.), 2:1 Dekurim Stublla (30.), 3:1/4:1 Marco Prießner (47., 54./FE), 5:1 Ibrahim (70.), 6:1 Prießner (77.)
SV Achternmeer - VfL Stenum II 2:1 (0:1). Nach sieben ungeschlagenen Begegnungen, in denen der VfL Stenum stolze 17 Punkte erspielt hat, riss die Serie in Achternmeer. „Ich glaube, dass die Achternmeerer nicht genau wissen, weshalb sie gewonnen haben“, meinte Gästetrainer Jan Badberg eventuell etwas überspitzt. Seine Mannschaft bot besonders in der ersten Halbzeit ein gewohnt starkes Spiel, erzielte aber nicht die notwendigen Treffer, um den Vorsprung ins Ziel bringen können. Schon in der sechsten Minute gingen die Gäste durch Jendrik Heinrich in Führung. In der Folge ließen die Stenumer aber einige Möglichkeiten liegen, was sich später rächen sollte. Nach etwa einer halben Stunde Spielzeit wurden die Platzherren immer stärker und zeigten auf dem schweren Boden besonders kämpferisch eine sehr starke Leistung. Es dauerte aber bis weit in die zweite Halbzeit hinein, ehe ihnen der Ausgleich gelang.
Ob der darauffolgende Führungstreffer (76.) der Platzherren ein Eigentor von Stenums Philipp Oetjen war oder ob noch ein Achternmeerer den Ball nach einer scharf hereingebrachten Flanke berührt hatte, war schwer zu erkennen. Gegen den Rückstand kämpfte die Mannschaft von Trainer Badberg in der Folge vehement an. Allerdings fehlte dem VfL das Glück, welches man in der Begegnung beim FC Huntlosen mit zwei Toren in der Schlussphase noch gehabt hatte. Die Mannschaft von SVA-Trainer Mario Ranke festigte mit diesem Erfolg den guten Mittelfeldplatz. Tore: 0:1 Jendrik Heinrich (6.), 1:1 Tobias Pralle (69.), 2:1 Philipp Oetjen (76./ET)
KSV Hicretspor Delmenhorst - TV Dötlingen 1:1 (1:1). „Wir können die Sache abkürzen. Hicretspor hat diesen Punkt in einem fairen Spiel absolut verdient. Wir hatten einen schlechten Tag und haben als Favorit die drei möglichen Punkte nicht gewonnen“, war der Kommentar von TVD-Trainer Markus Welz nach dem etwas unerwarteten Remis beim Schlusslicht. „Ich bin trotz des Punktgewinnes nicht zufrieden, denn wir hätten heute das Spiel gewinnen können. Leider haben wir zweimal die Torlatte und einmal den Pfosten getroffen und deshalb etwas Pech gehabt“, ärgerte sich Hicretspor-Coach Timur Cakmak. Die Vorzeichen standen vor der Begegnung eindeutig auf Auswärtssieg. Während Dötlingen eine tolle Siegesserie hingelegt und am vergangenen Spieltag den FC Huntlosen mit 7:0 abgefertigt hatte, kassierte Hicretspor beim VfL Stenum II acht Gegentore und ging deshalb als krasser Außenseiter in dieses Spiel. Doch der Einsatz bei den Delmenhorstern stimmte, die den Gästen starke Gegenwehr entgegenbrachten – und das Unerwartete möglich machten. Die Führung der Platzherren durch einen direkt verwandelten Freistoß von Muhammed Erylmaz (6.) glich Dötlingens Torjäger Shqipron Stublla nach einer feinen Einzelleistung aus (36.).
