Landkreis - Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Oldenburg ist im März um 154 Personen im Vergleich zum Vormonat gesunken. 2832 Frauen und Männer waren bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2020 ist die Zahl der Arbeitslosen um 647 Personen höher. Die Arbeitslosenquote betrug im März 3,8 Prozent, im Februar 4,0 Prozent. Im März 2020 lag der Wert bei 3,0 Prozent.
Zögerliche Einstellungen
„Auch vor Ostern müssen wir uns weiter mit dem Einfluss des pandemischen Geschehens auf den Arbeitsmarkt auseinandersetzen“, sagt Marc Brouwer, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Wildeshausen. Auch wenn sich dieser leichte Erholungstrend abzeichne, bleibe der Arbeitsmarkt abwartend. Der Lockdown und die spürbaren Unsicherheiten verzögerten Einstellungen und Entscheidungen zu Vertragsverlängerungen. „Das Virus hinterlässt weiter Spuren auf dem Arbeitsmarkt“, so Brouwer.
Im Landkreis Oldenburg haben im März 21 Unternehmen für bis zu 568 Beschäftigte konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt, seit April 2020 1710 Betriebe für bis zu 20 116 Beschäftigte.
Es liegen erste Zahlen darüber vor, in welchem Umfang Unternehmen tatsächlich Kurzarbeit in Anspruch genommen haben: Demnach haben im Landkreis Oldenburg im September 2020 317 Betriebe Kurzarbeit durchgeführt, betroffen waren 2193 Beschäftigte. Für Oktober 2020 gibt es erste Hochrechnungen: Demnach haben 325 Betriebe mit 2121 Beschäftigten Kurzarbeit gemacht.
Im Landkreis Oldenburg waren am jüngsten Stichtag, dem 30. September 2020, insgesamt 38 205 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
1111 Arbeitsstellen
Im März waren 1111 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Februar ist das ein Plus von 19. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 61 Stellen weniger. Arbeitgeber meldeten im März 198 neue Arbeitsstellen, das waren 15 weniger als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn sind damit 633 Stellen eingegangen, das ist eine Abnahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 65. Zudem wurden im März 177 Arbeitsstellen abgemeldet, 45 weniger als im Vorjahr. Von Januar bis März gab es insgesamt 629 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 14.
