Landkreis/Huntlosen - Der „Niedersächsische Weg“ und der Landschaftsrahmenplan für den Landkreis Oldenburg – darüber diskutierten die FDP-Kreistagsfraktion und Vertreter des Kreislandvolkverbands mit dem FDP-Landtagsabgeordneten Hermann Grupe am Donnerstag im Grünen Zentrum in Huntlosen.
Detlef Kreye, Vorsitzender des Kreislandvolks, findet es gut, dass beim „Niedersächsischen Weg“ alle – Landesregierung, Landwirte und Umweltorganisationen – gemeinsam an einem Tisch waren. Das Ziel dieser Vereinbarung ist eine Verbesserung des Natur-, Arten- und Gewässerschutzes. Kreye hofft, dass der NABU sein Volksbegehren für mehr Artenschutz zurückzieht.
Volksbegehren NABU
Hermann Grupe berichtete, dass die Vereinbarung „Niedersächsischer Weg“ im November verabschiedet werden soll. Man habe die Vorlage aber erst am 9. September erhalten. Der NABU versuche, dem Parlament seinen Zeitplan aufzudrücken. Bis November hat der NABU Zeit, den Antrag auf Feststellung der Zulässigkeit des Volksbegehrens zu stellen. Michael Feiner (FDP) befürchtet, dass Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen, weitere Forderungen stellen wird, wenn der „Niedersächsische Weg“ verabschiedet wird.
Detlef Kreye kritisierte den noch ausstehenden Landschaftsrahmenplan für den Landkreis Oldenburg. Es mache keinen Sinn, 48 Prozent der Fläche als schutzwürdig auszuweisen. Man sei dafür zuständig, die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Das sei in Gefahr.
„Verordnungshysterie“
Michael Feiner fragte: „Wie wollen wir uns weiterentwickeln, wenn alles unter Schutz steht?“ Großprojekte seien dann nicht mehr realisierbar.
Hermann Grupe sprach von „Verordnungshysterie“. Es sei absurd, dass die Landwirte an den Pranger gestellt würden. „Wir können nicht Tierhaltung und Ackerbau ohne jegliche Emissionen machen.“
