LANDKREIS - Der Spielkreis in Kleinenkneten bei Wildeshausen ist mittlerweile der letzte seiner Art im Landkreis Oldenburg. Der Jugendhilfeausschuss des Kreises gab am Dienstag grünes Licht für entsprechende Zuschüsse, damit gleich drei Spielkreise im Bereich der Gemeinde Ganderkesee zu Kindertagesstätten umgewandelt werden können.

Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, dass zur Umwandlung des Spielkreises Grüppenbühren in einen Kindergarten mit 25 Plätzen ein Zuschuss von 26 550 Euro gewährt wird. Zur Umwandlung des Kinderspielkreises Elmeloh sollen 57 300 Euro aus der Kreiskasse fließen. Der Anteil des Landkreises an der Umwandlung des Spielkreises Falkenburg beträgt 62 500 Euro. Johannes Mestemacher (SPD) sprach von einer „qualitativen Verbesserung“. „Was für den Kreis gut ist, gilt auch für die Gemeinde“, meinte er.

Einig zeigte sich der Ausschuss zudem bei der Förderung des städtischen Kindergartens „Pusteblume“ in Wildeshausen, der seinen Neubau um eine Krippengruppe mit 15 Plätzen ergänzen will. Dafür fließt ein Kreiszuschuss von 46 500 Euro. Insgesamt soll der Krippenanbau 280 000 Euro kosten. Weil auch Bundesmittel fließen, liege der Eigenanteil der Stadt Wildeshausen hier bei 16 000 Euro. Auch dem Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Wildeshausen, der den Kindergarten „Zwergenland“ um eine Krippengruppe mit 15 Plätzen erweitern will, soll ein Kreiszuschuss von 46 500 Euro gewährt werden. Ausschussvorsitzender Axel Brammer (SPD) sagte, es sei ungerecht, dass nur Krippen, die nach dem 1. Januar 2008 in Betrieb genommen werden, Zuschüsse von Bund und Land erhalten. „Gemeinden, die schneller waren, werden hier bestraft.“ Wie Sozialdezernent Robert Wittkowski sagte, liegen im Kreishaus inzwischen weitere Anträge auf Zuschüsse vor: So wolle der Kindergarten Schierbrock eine

Krippe einrichten;weitere Krippen- oder Hortplätze sollen in Wardenburg und Achternmeer entstehen.

Um die „Vertrauensstelle Benjamin“ unterhalten zu können, sollen den Verein zur Verhütung von Kindesmisshandlung e.V. in diesem Jahr ein Zuschuss von 14 000 Euro gewährt werden. Wittkowski zufolge müsse diese Summe eventuell erhöht werden, da der Beratungsbedarf steige. So seien die Erzieherinnen in Kindertagesstätten entsprechend geschult worden (die NWZ berichtete). Eine ähnliche Fortbildungsmaßnahme sei mit den Mitarbeitern der Jugendhäuser geplant.