Landkreis - Im Dauereinsatz hätten zuletzt die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg II in der Landesklasse Nord der Frauen sein sollen. Drei Spiele innerhalb von sechs Tagen waren für das Team von Trainerin Inge Breithaupt angesetzt. Da die HSG Friesoythe nicht antrat, erhielt Hude/Falkenburg II aus dieser Begegnung die Punkte schon mal kampflos. Aus den anderen beiden Partien lautete die Ausbeute: Niederlage und Sieg. In eigener Halle erfolgreich war der TV Neerstedt II.
SG Obenstrohe/Dangastermoor - HSG Hude/Falkenburg II 36:34 (16:19). Im Spitzenspiel um den zweiten Tabellenplatz, der zur Relegation um den Aufstieg in die Landesliga berechtigt, musste sich die Oberliga-Reserve der HSG knapp geschlagen geben. Von Beginn an war es ein Spiel auf Augenhöhe, denn keine Mannschaft konnte sich in der ersten Hälfte zunächst um mehr als einen Treffer absetzen. Erst in der Schlussphase holten sich die Gäste eine drei-Tore-Führung. Den besseren Start in die zweite Hälfte hatte das Team von Trainerin Inge Breithaupt, denn man vergrößerte den Abstand durch Treffer von Svea Urban und Anja Wessels auf 21:17. Doch das schien der Weckruf für die Gastgeberinnen zu sein. Mit kämpferischem Einsatz in der Abwehr und gut durchdachten Kombinationen im Angriff kamen kamen sie heran und hatten nach dem Treffer von Greta Völlers das Spiel beim 23:22 (40.) gedreht. Doch die Landkreislerinnen ließen sich nicht abhängen. Eine kurze Schwächephase der Gäste nutzte die SG eiskalt und vergrößerte den Abstand auf 30:26. Nach einem Treffer von Anja Wessel zehn Minuten vor dem Ende zum 29:31 kam Hude/Falkenburg aber erneut in Schlagdistanz. Doch näher heran kam die Breithaupt-Sieben dann nicht mehr heran.
HSG: Gerlach, Sarah Winter, Blankemeyer (3), Dolch (5/5), Düvel, Gronewold (4), Klein, Meyer, Meyerholz (5), Stein (2), Steinau (1), Urban (4), Wessels (7), Sophie Winter (3)
HSG Hude/Falkenburg II - Wilhelmshavener SSV 36:31 (15:16). Das letzte Heimspiel der Saison war gleichzeitig der Showdown, denn in der nächsten Saison wird es nach dem Willen des HVN die Landesklassen nicht mehr geben. So sahen die wenigen Zuschauer eine sehr emotionale Begegnung mit einem zunächst besseren Start für die Gäste, die zunächst mit einer 7:4-Führung (14.) glänzen konnten. Bis dahin bekam die HSG-Deckung die beiden Haupttorschützinnen Jessica Korsus und Aleksandra Ignatowicz nur sehr schwer in den Griff. Bis zur 20. Minute (10:10) blieben beide Mannschaften auf Augenhöhe. Auch nach dem Seitenwechsel schaffte es zunächst keine Mannschaft, sich um mehr als zwei Tore abzusetzen. Mit zunehmender Spieldauer hatte sich das Breithaupt-Team in der Deckung besser auf die Aktionen des Gegners eingestellt. Bis zum 24:24 Mitte der zweiten Halbzeit stand das Spiel auf des Messers Schneide, doch dann schien die Kraft bei den Gästen etwas nachzulassen. Mit schnellen Toren setzten sich die Landkreislerinnen in der Schlussphase nach einem Treffer von Fenja Blankemeyer vorentscheidend auf 31:25 ab.
HSG: Poppe-Jacobi, Westermann, Sarah Winter – Blankemeyer (6), Düvel (1), Gronewold (4), Klein (2), Meyer (4), Meyerholz (7/3), Stein (4/1), Steinau (3), Urban, Wessels (3), Sophie Winter (2)
TV Neerstedt II - HSG Neuenburg/Bockhorn 40:23 (20:13). Im letzten Heimspiel der Landesklasse hatte sich der TV Neerstedt II einiges vorgenommen, denn man wollte sich mit einem Sieg vom eigenen Publikum verabschieden. Das gelang ganz ausgezeichnet, denn Neuenburg/Bockhorn wurde förmlich aus der Halle geschossen. Es lief in dieser Begegnung von Beginn an alles nach Wunsch von TVN-Coach Udo Steinberg, denn die Deckung mit einer starken Torhüterin Christine Martinkowski war hellwach und sorgte mit kämpferischem Einsatz dafür, dass der torgefährliche Rückraum der Friesländerinnen um Christine Legler und Isabelle Cassens kaum einmal richtig zum Zuge kam. Bis zum 6:6 (11.) hielten die Gäste noch mit. Die vorgezogene Abwehrspielerin der Steinberg-Sieben sorgte dann aber für viel Unruhe im Spielaufbau des Gegners. So erzielten die Neerstedterinnen immer wieder Ballgewinne, die über die erste und zweite Welle zu einfachen Kontertoren genutzt wurden. Mit einem 7:0-Lauf setzte sich Neerstedt bis Mitte der ersten Hälfte schon deutlich ab.
Zu Beginn der zweiten Hälfte stand die Neerstedter Deckung sehr kompakt. Kam eine HSG-Spielerin trotzdem einmal frei zum Wurf, war Keeperin Martinkowski zur Stelle und zog mit etlichen tollen Paraden der HSG schnell den Zahn. Bis Mitte der zweiten Halbzeit konnte Neerstedt den Abstand auf 30:19 ausbauen. Danach waren die wie entfesselt aufspielenden Gastgeberinnen überhaupt nicht mehr zu halten. Weitere Ballgewinne nutzten die Steinberg-Schützlinge zu weiteren Treffern, doch auch das Kombinationsspiel war toll anzusehen, denn auch hier wurden sehenswerte Treffer erzielt. Henrike Bartelt machte schließlich sogar die „40“ voll.
„Das intensive Training hat sich bezahlt gemacht. Unsere 5:1-Abwehr hat sehr gut funktioniert, und auch das Umschalten gelang hervorragend“, freute sich Steinbe
TVN: Martinkowski – Adams (2), Bartelt (11/6), Böttjer (4), Brengelmann (2/1), Görke (5/2), Kamman (3), Kracke (1), Mutke (2), Oehlerking, Rensberg (7), Wintermann (3)
