Landkreis Oldenburg/Delmenhorst - Große Freude in der Handwerkskammer Oldenburg: Nach der letztjährigen Corona-Zwangspause haben Präsident Eckhard Stein und Hauptgeschäftsführer Heiko Henke die Kammersiegerinnen und Kammersieger 2021 wieder in Präsenz auszeichnen dürfen. „In den Ausbildungsberufen haben sich 40 Rohdiamanten durchgesetzt“, sagte Stein im Berufsbildungszentrum der Kammer. Aus dem Landkreis Oldenburg und der Stadt Delmenhorst sind neun erfolgreiche Auszubildende vertreten.
Das schafft Zufriedenheit
Der Präsident bezeichnete die Ehrung als etwas Besonderes: „Zum einen für die Würdigung jedes Einzelnen. Zum anderen, weil das Handwerk eine Gemeinschaft ist und diese Veranstaltung die gesamte Kraft sichtbar macht“, so Stein. Das verbindende Element sei das Selbstverständnis, Handwerkerin oder Handwerker zu sein. „Wir haben eine Berufung und packen bei jedem Auftrag unser Können aus. Wir setzen Ideen geschickt um und sehen am Ende des Tages, was wir erreicht haben. Das schafft Zufriedenheit und die wiederum sorgt für neuen Antrieb.“
Die Prüfungsbesten sind mittlerweile als Fachkräfte sehr gefragt. Teilweise haben sie neue Herausforderungen angenommen. Die meisten sind weiterhin bei ihren Ausbildungsbetrieben beschäftigt. Auch für die Unternehmen gab es Urkunden. „Einen Kammersieger ausgebildet zu haben, das darf einen schon stolz machen. Es zeigt die hohe Qualität in der Ausbildung“, sagte Hauptgeschäftsführer Henke.
Bei der Ehrung, die aufgrund der Pandemie in Gruppen organisiert war, wurde über aktuelle Themen diskutiert. „Unsere Gesellschaft kann viele Ziele nur mit dem Handwerk umsetzen. Ob es sich um E-Mobilität und Infrastruktur, Gebäudesteuerung und Smart Home, Nachhaltigkeit, Klimaschutzmaßnahmen oder Überalterung der Gesellschaft dreht – das geht alles nur mit dem Handwerk“, betonte Kammerpräsident Stein.
Wettbewerb geht weiter
Moderiert wurde die Ehrung von Kai Vensler. Der Geschäftsbereichsleiter Berufsbildung erklärte: „Bei der Bewertung der Leistung der Azubis kommt es auf die Gesamtpunktzahl bei der Gesellen- oder Abschlussprüfung an. Diese besten Handwerker aus dem Oldenburger Land haben die Chance, beim Leistungswettbewerb auf Landesebene teilzunehmen. Unter Prüfungsbedingungen müssen dort Arbeitsproben erstellt werden oder das Gesellenstück wird erneut bewertet.“
Die Feierstunde auf Landesebene findet am 1. November 2021 in Celle statt. Schließlich erreicht der Wettbewerb im Dezember auf Bundesebene in Berlin sein Finale. Auch die Stiftung „Begabtenförderung berufliche Bildung“ belohnt die herausragenden Leistungen. Wer besonders gut abschneidet und die Förderkriterien erfüllt, kann bei der weiteren beruflichen Qualifizierung finanziell unterstützt werden.
Aus dem Landkreis Oldenburg und der Stadt Delmenhorst sind folgende Auszubildende und Betriebe vertreten: Automobilkaufmann Sebastian Herzog aus Bassum (Ausbildungsbetrieb: Autohaus W. Müller, Delmenhorst), Bäcker Roy Brockshus aus Dötlingen (Bäckerei und Konditorei Krützkamp, Delmenhorst), Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik Sebastian Pospiech aus Bremen (Harald Meyer Brandschutz-Elektro GmbH, Ganderkesee), Fahrzeuglackiererin Stefanie Mülle r aus Großenkneten (Autolackiererei Jens Karsch, Rastede), Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Kilian Werth aus Klattenhof (V+B Voigt und Böhm Fliesen und Marmor, Hude), Fotograf Felix Vollmer aus Hannover (Robert Brode und Jan Majchrzak, Hude), Konditorin Marilena Mädge aus Hatten (Müller & Egerer Bäckerei und Konditorei, Rastede), Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik Marc Röpke aus Etelsen (Stadtwerke Delmenhorst), Tischler Paul-André Behrens aus Wildeshausen (Tim Pieper, Wildeshausen).
