Landkreis - Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Oldenburg ist im Februar um 65 Personen zum Vormonat gesunken. 2986 Frauen und Männer waren bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2020 ist die Zahl der Arbeitslosen um 667 Personen höher. Das teilte die Agentur für Arbeit am Dienstag mit.
Lockdown wirkt sich aus
Die Arbeitslosenquote beträgt im Februar 4,0 Prozent, im Januar lag sie bei 4,1 Prozent. Im Februar 2020 lag der Wert bei 3,1 Prozent. „Durch die Verlängerung des Lockdowns verzögern sich viele Einstellungen, Wiedereinstellungen oder Entscheidungen zu Vertragsverlängerungen“, sagt Marc Brouwer, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Wildeshausen. „Im Februar 2021 spüren wir also weiter deutlich: Die Corona-Einschränkungen haben sich auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt und sind hier erkennbar.“
Auch wenn einzelne Branchen – wie zum Beispiel der so genannte „grüne Bereich“ – derzeit einen Frühlingsaufschwung verzeichnen würden, spüre man weiter die Unsicherheit, die die Corona-Pandemie bei vielen Kundinnen und Kunden sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern auslöse. Der Arbeitsmarkt sei abwartend – wenn auch relativ stabil, führt Brouwer weiter aus.
Die Kurzarbeit bleibt ebenfalls ein großes Thema. Im Landkreis Oldenburg haben im Februar 54 Unternehmen für bis zu 674 Beschäftigte konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Insgesamt haben seit April 2020 1687 Betriebe Kurzarbeit für bis zu 19 558 Beschäftigte angezeigt. Besonders betroffene Branchen sind dabei Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen.
Kurzarbeit im Kreis
Inzwischen liegen weitere Zahlen darüber vor, in welchem Umfang Unternehmen im Agenturbezirk tatsächlich Kurzarbeit in Anspruch genommen haben: Demnach haben im Landkreis Oldenburg im August 2020 374 Betriebe Kurzarbeit durchgeführt, betroffen waren 2359 Beschäftigte. Für den September 2020 gibt es schon erste Hochrechnungen: Demnach haben im September 316 Betriebe mit 2195 Beschäftigten Kurzarbeit gemacht.
