Landkreis - Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Oldenburg ist im August um 67 Personen zum Vormonat gestiegen. 2512 Frauen und Männer waren bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2020 ist die Zahl der Arbeitslosen um 727 Personen niedriger. Die Arbeitslosenquote beträgt im August 3,3 Prozent, im Juli lag sie bei 3,2 Prozent, im Juni 2020 bei 4,3 Prozent.
„Im August gab es einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen“, sagte Marc Brouwer, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Wildeshausen, am Dienstag. „Es meldeten sich noch Schulabgängerinnen und -abgänger arbeitslos. Viele der jungen Menschen werden sich in Kürze wieder aus der Arbeitslosigkeit abmelden, sobald Ausbildung oder Studium beginnen. Denn: Der Arbeits- und auch der Ausbildungsmarkt bieten weiter Beschäftigungsmöglichkeiten, der Erholungstrend hält an.“
Kurzarbeit Thema
Wie in den Monaten zuvor bleibt auch im August die Kurzarbeit ein Thema, wenn auch geringer als zuvor, so Brouwer.
Im Landkreis Oldenburg haben im August sechs Unternehmen für bis zu 530 Beschäftigte konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Laut Arbeitsagentur liegen erste Zahlen darüber vor, in welchem Umfang Unternehmen tatsächlich Kurzarbeit in Anspruch genommen haben: Demnach haben im Landkreis Oldenburg im Februar 578 Betriebe Kurzarbeit durchgeführt, betroffen waren 3438 Beschäftigte. Für März gibt es erste Hochrechnungen: Demnach haben 449 Betriebe mit 2569 Beschäftigten Kurzarbeit gemacht.
1354 offene Stellen
Im Landkreis Oldenburg waren am jüngsten Stichtag, dem 31. Dezember 2020, insgesamt 37878 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im August waren 1354 offene Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Juli ist das ein Plus von 39. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 274 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im August 239 neue Arbeitsstellen, das waren zwölf weniger als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn sind damit 1904 Stellen eingegangen, das ist ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 291. Zudem wurden im August 201 Arbeitsstellen abgemeldet, 26 mehr als im Vorjahr. Von Januar bis August gab es insgesamt 1671 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 69.
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2020 meldeten sich 661 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, etwa so viele wie im Vorjahreszeitraum, teilt die Arbeitsagentur mit. Zugleich gab es 759 Meldungen für Berufsausbildungsstellen (+88). Ende August waren 145 Bewerber noch unversorgt und 281 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. „Wir möchten die jungen Menschen weiter ermutigen, auch in diesem Jahr noch die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt wahrzunehmen“, so Brouwer. .
