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Landtage Nord in Wüsting So kunterbunt und tierisch gut lief das Wochenende

Im großen Tierzelt: Die achtjährige Laura hat das Fleckvieh-Kalb direkt ins Herz geschlossen.

Im großen Tierzelt: Die achtjährige Laura hat das Fleckvieh-Kalb direkt ins Herz geschlossen.

Sascha Stüber

Hude/Wüsting - Gespannt blicken zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer auf den großen Tierschauring. Der Schimmelwallach schreitet in der großen Manege umher. Als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt, springt eine junge Frau anmutig auf den Rücken des Pferdes. Die Kür des Voltigier- und Reitvereins Horstedt bringt die Zuschauer zum Staunen. Doch lösen sie einen Moment ihren Blick von der Manege, können sie bereits erahnen, was wenig später folgen wird: Hinter dem großen Tierzelt, zwischen Autos versteckt, machen sich bereits die Cheerleader der EWE Baskets für ihren Auftritt warm. Immer wieder wirbelt dort eine weitere junge Frau durch die Lüfte. Auch die Aufführung der Cheerleader am Samstagnachmittag wird die Besucher noch in ihren Bann ziehen.

Letzter Messetag

Ein letztes Mal sind die Landtage Nord am Montag, 21. August, von 9 bis 18 Uhr in diesem Jahr geöffnet. Ein großes Highlight ist an diesem Tag eine Rinderauktion. Sie beginnt um 13 Uhr im Tierschauring 2. Zeitgleich laufen im Tierschauring 1 Dressurvorführungen.

Alle Informationen zu Anfahrt, Eintritt, Ausstellern und Messeprogramm sind online zu finden:

Sich präsentieren

Das Showprogramm der Landtage Nord hält so einige Attraktionen bereit: von Hütevorführungen, Crossroad-Shows über Elitestuten bis hin zum Fohlenchampionat am Sonntag. Doch es sind nicht nur die großen Shows, die die Messe für viele Menschen so interessant macht. Denn sie hilft unter anderem auch Vereinen und Einzelpersonen, auf sich aufmerksam zu machen. Unter ihnen ist Jürgen Ulbrich, Vorsitzender des Kaninchenzuchtvereins Elsfleth/Berne. Er steht vor einem riesigen Problem, sagt er: Der Verein habe ein akutes Nachwuchsproblem. Auf der „Erlebwas-Messe“ möchte er seine acht Kaninchenrassen, den Verein und den Umgang mit den Tieren vorstellen. Ulbrich: „Ich hoffe natürlich, ein neues Mitglied zu gewinnen.“

Wichtig für Vereine

Aber nicht nur Ulbrich will sich präsentieren. Unter den mehr als 600 Ausstellern sind auch die Landfrauen des Niedersächsischen Landfrauenverbandes Weser-Ems. Als Teil des „Grünen Zentrums Huntlosen“ wollen sie zeigen, dass die Landfrauen mehr zu bieten haben als Ausflüge, Backen und Vorträge. Vielmehr präsentieren sie sich als politisch aktiv und als ein Kreis, bei dem jeder – von Jung bis Alt – herzlich willkommen ist.

Tausende Besucher

Zigtausende Besucher kamen am Wochenende zur Messe – darunter viele Menschen, für die ein Besuch der Landtage Nord jedes Jahr fest dazugehört. So ist es auch bei Antje Gerdes, Nico de Berg, Swantje Meyer und Adrian Campen aus Aurich: Die vier kommen aus der Landwirtschaft und nutzen die Messe sowohl aus beruflichen Gründen als auch, um etwas zu erleben. Zwischen den Melkzeiten auf ihren Höfen sei die Messe von Aurich aus gut zu erreichen, erklärte Meyer. Ähnlich sehen das Anna und Torsten Grape aus Rastede. Sie betreiben ebenfalls Landwirtschaft und müssen den Messe-Besuch taktisch in den Arbeitsalltag einplanen – was gelingt, erklärt Anna Grape: „Samstags sind wir immer mit den Kindern hier und montags wegen unseres Betriebes.“

Neues erleben

Ganz neu war die Messe für Janina und Henning Otto mit Tochter Clara aus Nordenham. Von Bekannten hätten sie immer wieder gehört, dass sich ein Besuch lohnen würde. „Zeitlich hatte es aber immer nicht gepasst. Aber an diesem Wochenende hatten wir nichts vor und dachten, dass wir das jetzt nutzen werden“, sagt Janina Otto. Gepunktet hat bei der Familie vor allem der 4000 Quadratmeter große Spielplatz. Vor allem der Sonntag war besonders gut besucht, erklärt Landtage-Nord-Geschäftsführer Wâtte Haanstra-Urban. Haanstra-Urban: „Volle Sonntage sind wir gewohnt, aber dieser ist ein sehr starker Sonntag.“ Das Wetter sei optimal und die Stimmung auf der Messe ausgelassen gewesen, so seine positive Bilanz. Zwar seien die Schlangen an der Kasse zeitweise länger gewesen, auf den Parkplätzen sei es aber zu keinen Problemen gekommen, sagt er am Sonntagnachmittag.

Christin Hufer
Christin Hufer Redaktion Wildeshausen
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