Großenkneten - Frühlingshafte Temperaturen locken in diesen Tagen viele Menschen nach draußen. Das Wetter lädt ein zu einer Fahrradtour oder einem Spaziergang. Denn so kann man die aufblühende Natur genießen.
Auch in der Landwirtschaft hat die Vegetationsperiode bereits begonnen. Für Familie Wendt aus Großenkneten steht aktuell die Düngung an. „Die Pflanzen wollen wachsen und brauchen jetzt Nährstoffe“, berichtet Landwirt Eckhard Wendt. Seine Wintergerste auf den Feldern habe bereits erste gelbe Stellen, sagt Wendt. Für ihn bedeutet das: „Jetzt muss ich anfangen. Wenn wir jetzt nicht aktiv düngen, verzögert sich das Wachstum, die Pflanze hungert und wird krank“, erzählt der Landwirt.
Deshalb fährt er mit seinem Trecker und dem Streuer in den vorhandenen Fahrgassen auf und ab und verteilt den Mineraldünger auf der Fläche. Allerdings muss der Landwirt dabei eines beachten: „Von angrenzenden Gewässern wird der erforderliche Abstand gehalten, damit nichts eingetragen wird“, so Wendt.
Richtige Düngemenge
Im Vorfeld hat der Landwirt zusammen mit seinem Sohn Jendrik die genaue Düngemenge berechnet. „In unserer Bedarfsplanung, die wir zusammen mit der Landwirtschaftskammer machen, legen wir fest, welcher Dünger und wie viel davon auf welches Feld ausgebracht wird“, sagt Eckhard Wendt.
Orientierung geben ihm hierbei die Bodenproben aus dem Herbst und dem Frühjahr. „Insbesondere mit Blick auf das angrenzende Wasserschutzgebiet ist dies eine gute Kontrolle, ob unsere Düngestrategie aufgeht oder noch Anpassungsbedarf besteht“, so Wendt.
Zwei Düngesorten
Gedüngt werde sowohl mit Rindergülle aus den eigenen Ställen sowie mit mineralischem Dünger. „In der Rindergülle ist nicht genügend Schwefel enthalten, den wir dann durch den mineralischen Dünger hinzufügen“, sagt der Landwirt. Die Ausbringung der Rindergülle übernimmt ein beauftragtes Lohnunternehmen, im Gegensatz zur mineralischen Düngung. Der Mist aus den Putenställen wird mit einem Lkw abgeholt und zu einer Biogasanlage gebracht. „Putenmist eignet sich gut für den Einsatz in Biogasanlagen zur Stromerzeugung“, so Wendt.
