Spargelhofbetreiberin Sonja Alfken aus Klein Köhren bereitet sich mit ihrem Team auf die Erntesaison vor. Die Corona-Pandemie sorgt für einen erhöhten Logistik-Aufwand. Allerdings ist Alfken optimistisch, dass die Saison gut laufen wird. Im NWZ-Interview spricht sie über die Spargel-Preise, Erntehelfer und die Auswirkungen der Pandemie.

Frau Alfken, gibt es an Ostern frischen Spargel?

AlfkenIch hoffe ja. Ich kann es noch nicht garantieren. Die Chancen stehen 50-50. Aktuell gibt es noch keinen Spargel. Wenn es etwas sonnig und warm wird, sieht es gut aus. Aber, wenn es losgeht, wird es nur kleine Mengen geben. Eine Ernte im April ist hingegen sicher.

Wie fällt der Preis aus? Wird der Spargel in dieser Saison teurer werden im Vergleich zu den Vorjahren?

AlfkenDamit habe ich mich noch gar nicht auseinandergesetzt. Wir sehen es, wenn es losgeht. Jedes Jahr steigen die Mindestlöhne und Spargel wird nicht günstiger. Spargel kostet aktuell 20 Euro im Supermarkt. So hoch wird der Preis bei uns jedoch nicht sein.

Weiteres zur Person

Sonja Alfken ist 34 Jahre alt und auf dem Familienbetrieb in Klein Köhren aufgewachsen.

Seit 2017 leitet sie den Spargelhof.

Haben Sie genügend Erntehelfer auf Ihrem Hof?

AlfkenDerzeit haben wir ausreichend Bewerbungen. Wir hoffen, dass alle anreisen können. Gerade sind wir hier zu fünft. Bis Mai, Juni benötigen wir 50 Leute. Die Erntehelfer kommen aus Osteuropa (Litauen, Polen und Rumänien). Aber auch Helfer aus Deutschland sind dabei.

Diese übernehmen dann den Verkauf und die Sortierung des Spargels.

Wie sehr schränkt die Corona-Pandemie den Regelbetrieb ein?

AlfkenEs ist das spannendste Spargel-Jahr, das wir je hatten. Zum einen müssen wir unsere Erntehelfer schützen, indem sie möglichst wenig Kontakt zu anderen Personen haben. Aber auch Personen außerhalb des Betriebes müssen geschützt werden. Insgesamt ist mehr Koordination gefordert.

Jetzt müssen wir genau planen, wann wer einreist. Diese Gruppe muss dann eine Gruppe bleiben. Auch Tests führen wir selbst durch. Medizinisches Personal testet alle ein- bis zweimal pro Woche durch. In der Hoffnung, dass alle Tests negativ sind.