„Jetzt wird jede Menge Erde bewegt“

Worüber die Jägerschaften Cloppenburg und Vechta sich freuen, bedeutet für uns NachbarInnen und viele andere AhlhornerInnen eine extreme Minderung unserer Lebensqualität. Wie kommt Herr Kurmann nur zu seiner Behauptung, das Projekt entstehe im Einvernehmen mit der Nachbarschaft? Ganz sicher spricht er da nicht von unserer Nachbarschaft!!! Es stellt sich die Frage, warum an sieben Tagen die Woche geschossen werden muss, wenn es lediglich um die Ausbildung der JägerInnen geht? Werden tatsächlich so viele JägerInnen ausgebildet? Im Jahr 2015 wurden maximal 3000 Schuss täglich beantragt und genehmigt, aktuell sind es jedoch 8500 Schrotschüsse, die auf uns zukommen. Wodurch ist in den letzten Jahren ein so großer Mehrbedarf entstanden?

Bei den sehr großzügig genehmigten Schusszahlen und Betriebszeiten (die für Sonderveranstaltungen nicht einmal gelten, bzw. sogar überschritten werden dürfen) erweckt sich eher der Eindruck, dass dieses Projekt keine allseits angepriesene Ausbildungsstätte darstellt, sondern eine Wettkampfanlage.

Ferner wurde der städtebauliche Vertrag unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschlossen, sodass hier für die betroffenen BürgerInnen Ahlhorns die Transparenz und Mitwirkung fehlt, wodurch das Vertrauen in Politik, Behörden und Jägerschaften getrübt ist. Bedauerlicherweise werden die Interessen auswärtiger Jägerschaften über die der BewohnerInnen Ahlhorns gestellt.

Die Schießanlage wird wohl auch in Zukunft ein brisantes Thema bleiben und viele Menschen auf unterschiedlichste Weise beschäftigen.

Veronika Ratermann Ahlhorn